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Helena Adler

Die Infantin trägt den Scheitel links

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3.9/5
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Dass sie, die jüngste Tochter, das zarte Kind, den Bauernhof ihrer Eltern abfackelt, ist nicht nur ein Versehen, es ist auch Notwehr. Ein Akt der Selbstbehauptung gegen die Zumutungen des Heranwachsens unter dem Regime der Eltern, einer frömmelnden, bigotten Mutter und eines Vaters mit einem fatalen Hang zu Alkohol, Pyrotechnik und Esoterik. Von den älteren Zwillingsschwestern nicht zu reden, zwei Eisprinzessinnen, die einem bösen Märchen entsprungen sind und ihr, der Infantin in Stallstiefeln, übel mitspielen, wo sie nur können. Und natürlich fehlen auch Jäger, Pfarrer und Bürgermeister nicht in dieser Heuboden- und Heimatidylle, die in den schönsten Höllenfarben gemalt ist und in der es so handfest und herzhaft zugeht wie lange nicht. Dieses Buch ist ein Fanal, ein Feuerwerk nach dem Jüngsten Gericht unter dem Watschenbaum. Es erzählt von Dingen, als gingen sie auf keine Kuhhaut. Schrill, derb, ungeschminkt, rotzfrech und hart wie das Landleben nach dem Zeltfest und vor der Morgenmesse. Eine sehr ernste Angelegenheit, ein sehr großer Spaß!
BIOGRAFIE
Geboren 1983 in Oberndorf bei Salzburg in einem Opel Kadett. Studium der Malerei am Mozarteum sowie Psychologie und Philosophie an der Universität Salzburg. Diverse Ausstellungen und Kunstaktionen, Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften. Lebt als Autorin und Künstlerin in der Nähe von Salzburg.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
14.10.2020
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783990272428
Sprache
German
Seiten
183
MOJOS
Mojos von gwyn, miss_mesmerized und 2 andere
gwyn
miss_mesmerized
daslesendesatzzeichen
mari_liest
Ein Roman, der klingt, als hätte ihn die Autorin mit dem Fleischklopfer auf die Seiten gehämmert, ohne dabei ein einziges Mal Luft zu holen. Das Buch hat Wums und ist ungemein zungenfertig.
Eine „Statansbrut“ erzählt vom Dorfleben: eine skurrile und bitterböse Abrechnung mit dem kitschigen Landleben-Mythos.
daslesendesatzzeichen
Wortstark ja, aber zu brachial, zu bemüht, zu verkopft. Am Ende des Buches kreisen viele Fragezeichen über meinem Kopf.

Fulminant, polarisierend, direkt & ungeschönt: Die Infantin!
REZENSIONEN
Bewertet von mari_liest, evaczyk und 3 andere
mari_liest
evaczyk
steffimgl
miss_mesmerized
gwyn
Zum Buch:
Die Handlung des Buches ist in Österreich angesiedelt und erzählt von einem Mädchen (in der Ich-Form), welches in einem Mehr-Generationenhaushalt aufwächst. Das Oberhaupt der Familie sind Urgroßvater und Urgroßmutter, welche versterben und die Familie ohne „Leitwolf“ zurücklassen. Die Geschichte wird aus der Sicht des Mädchens erzählt, einem wütenden Kind, das trotz allem was es tut, unter er Obhut des Vaters steht.

Viel mehr möchte ich über das Buch gar nicht sagen, mann/frau muss es...
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1 Wow
Sprachgewaltigs Familienporträt

Fulminant, ausdrucksstark, bildgewaltig - Helena Adler hat mit "Die Infantin trägt den Scheitel links" ein krachendes Familienporträt einer österreichischen Bauernfamilie geschrieben. Es ist ein Buch wie ein Gemälde, mit nicht immer schmeichelhaften Beschreibungen der Familie aus der Sicht der jüngsten Tochter der Familie, die sich einerseits am Ende der familiären Hackordnung fühlt, andererseits mit ihrer scharfen und bissigen Beobachtungsgabe das Leben auf dem ...
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1 Wow
Nominiert für den deutschen Buchpreis 2020.

In 'Die Infantin trägt den Scheitel links' von Helena Adler geht es um ein junges Mädchen die ihre Welt und deren Entwicklung auf einzigartige Weise beschreibt.

Der Scheibstil in diesem Buch ist sehr bildgewaltig. Von Metaphern über Redewendungen zu popkulturellen Anspielungen ist alles dabei und verschafft uns teils skurille Einblicke in die Art wie unsere Protagonistin ihre Welt sieht und erlebt.
Das ist eine beeindruckende Weise eine Geschichte z...
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1 Wow
Sie ist das jüngste Kind auf dem Bauernhof, was jedoch nicht bedeutet, dass sie alles hinnimmt, was die Zwillingsschwestern und Eltern von ihr erwarten. Sie hat ihren eigenen Kopf und widersetzt sich schon als Kleinkind. Im Dorf hat sie schnell ihren Ruf weg und auch die Großmutter warnte eindringlich davor, sie aus dem Auge zu lassen. Brutal und bösartig ist das Leben am Rande eines Berges, wo statt Idyll viel mehr mit Bigotterie und Aufrechterhaltung des schönen Scheins versucht wird, die Wahr...
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3 Wows
Der Anfang: «Nehmen Sie ein Gemälde von Pieter Bruegel. Nun animieren Sie es.
Wir essen schwarze Regensuppe zum Nachtmahl. Der grüne Kachelofen brütet in der Ecke, in der Stube
dampft es, doch mir ist kalt. Die Bewohner des Hauses haben sich im Parterre versammelt. Nicht oft verlassen die Urgroßeltern den ersten Stock. Sie sind die Urgesteine hier am Hof und wer sie bewegen will,
beißt auf Granit.»

Ein Roman, der klingt, als hätte ihn die Autorin mit dem Fleischklopfer auf die Seiten gehämmert...
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