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Juli Zeh

Über Menschen

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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht. Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein.
BIOGRAFIE
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman »Adler und Engel« (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln (2019). 2018 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.
MOJOS
Mojos von Harakiri, schnaeppchenjaege... und 5 andere
harakiri
schnaeppchenjaegerin
eulenmatzliest
daslesendesatzzeichen
+3
literaturgarten
Ein Wahnsinnsbuch. Aktuell, packend und absolut mitreißend. Die Charaktere sind der Hammer und die Story auch. Mein Jahreshighlight - jetzt schon, im März
schnaeppchenjaegerin
Eine Großstädterin während des Lockdowns in der Provinz: ein bittersüßes Porträt unserer Gesellschaft - treffend formuliert und sehr unterhaltsam.
Ich mochte es gerne lesen...ganz große Liebe für Jochen :)
daslesendesatzzeichen
Lässt sich sehr gut an - gewohnt schöne Sprache, eloquenter Stil. Bin gespannt, wie es sich entwickelt!
literaturgarten
Juli Zeh hat wieder unvergleichlich gut *Am Puls der Zeit* geschrieben!
REZENSIONEN
Bewertet von dajobama, elena_liest und 3 andere
dajobama
elena_liest
nil
maulwurf
seeker7
Über Menschen – Juli Zeh

Was wäre aktueller als die Flucht aufs Land zur Zeit der Corona-Pandemie? Genau darüber hat Juli Zeh nun einen Roman geschrieben. Mit ihrer typischen, bissigen Schreibweise nimmt sie so einige Themen unserer Zeit aufs Korn.

Dora hat genug von ihrem Alltag in Berlin, genug von ihrem Freund Robert, genug von Corona als einzigem Gesprächsthema. Kurzentschlossen zieht sie mit ihrer Hündin Jochen aufs Land, nach Bracken. Tatsächlich ist Corona hier kein so großes Thema wie ...
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Wow
Deutschland, im Frühsommer 2020: Dora wohnt mit ihrem Freund Robert in einer Wohnung in Berlin. Eigentlich hat sie sich dort immer wohl gefühlt, bis Robert einer Klima-Obsession verfallen ist, die sich im Laufe der Corona-Pandemie in eine Corona-Obsession verwandelt hat. Für Dora steht fest: sie muss weg hier. Von heute auf morgen schnappt sie sich Jochen-den-Rochen, ihre Hündin, und zieht nach Bracken. In diesem kleinen Dorf im brandenburgischen Nirgendwo möchte sie zur Ruhe kommen - doch dann ...
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Wow
Nicht ‚Unter Leuten‘, diesmal ‚Über Menschen‘

Juli Zeh ist eine großartige Schriftstellerin, die ein feines Gefühl hat für gesellschaftliche Veränderungen, die von ihr gezielt und großartig beschrieben werden in ihren Romanen. Auch 'Über Menschen' ist wieder ein lesenswertes Stück Literatur und nicht ohne Grund schon seit dem Erscheinen auf der Spiegel-Bestsellerliste.
Wer ‚Unter Leuten‘ gelesen hat und das ist sicherlich das Gros der Leser:innen von diesem neusten Werk wird bemerken, dass der ...
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Wow
thrillerleser
Dora, 36 Jahre alt und Werbetexterin, verlässt mitten in der Coronakrise ihren Freund Robert und zieht von Berlin nach Bracken. In diesem typisch ostdeutschen Dorf hat sie ein Haus mit 4000 m2 Garten gekauft, den sie nun bepflanzen will. Dora gerät ungewollt an Nachbarn, die Alltagsrassismus pflegen. Sie muss sich zwar nicht darüber klar werden, was sie darüber denkt, jedoch darüber, wie sie ihre Ansichten verteidigt und äussert. Mehr und mehr wird sie in die Dorfgemeinschaft hereingezogen und l...
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Wow
Ein neuer Roman von ZEH ist sowieso schon ein literarisches Ereignis (auf jeden Fall hinsichtlich der erwartbaren Verkaufszahlen). Hangelt sich ein solches Werk hautnah am Puls der Zeit entlang, bekommt es den Charakter eines politischen Statements. Das ist um so unvermeidbarer, als sich die Autorin auch auf anderen Kanälen in den gesellschaftlichen Diskurs offensiv einbringt.
Es geht daher im Folgenden um ein Buch und um die darin lancierten Botschaften.

ZEH beschreibt aus der Ich-Perspektive ...
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