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Nach der Erstveröffentlichung in den USA 1974, als Werke schwarzer Autorinnen kaum wahrgenommen wurden, geriet „Oreo” als Debüt der damals 39-jährigen Fran Ross zunächst in Vergessenheit. Erst 15 Jahre später, und nach dem frühen Tod seiner Autorin, wurde ihr einziger Roman doch noch zum Publikumserfolg. Die New York-Odyssee der 16-jährigen Christine, genannt „Oreo” , entwickelt sich vom Coming of Age Roman zu einer satirischen und feministischen Heldinnenreise mit Figuren, die aus der griechischen Mythologie entlehnt sind und dennoch in ihrer ganzen Absurdität glaubhafte moderne Schicksale durchleiden. Die 2020 erschienene Übersetzung von Pieke Biermann wurde im selben Jahr mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.
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ZUSAMMENFASSUNG
»Oreo ist die krasseste und zugleich liebenswerteste Heldin, die je durch ein Werk der Weltliteratur gewirbelt ist.« The Literary Review »Niemand reizt mich ungestraft«, warnt die sechzehnjährige Christine alias Oreo. Als Tochter einer schwarzen Mutter mit sehr heller Haut und eines jüdischen weißen Vaters mit dunklem Teint ist Oreo eine doppelte Außenseiterin. Der Vater machte sich schon früh aus dem Staub, zurück blieb ein Rätsel, das Oreo das Geheimnis ihrer Geburt enthüllen soll. Also auf nach New York: »Den find ich, den Motherfucker.« Dort trifft sie auf einen schwulen »Reisehenker«, der in großen Firmen Massenentlassungen vornimmt, einen stummen Produzenten von Werbespots und einen Zuhälter. Ohne Angst und Respekt stürzt sich Oreo kopfüber in die Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Klischees.
BIOGRAFIE
Fran Ross (1935-1985) wuchs in Philadelphia auf. Sie machte ihren Schulabschluss mit 15 Jahren und studierte Kommunikationswissenschaften, Journalistik und Theater an der Temple University. 1960 zog sie nach New York, dort arbeitete sie als Korrekturleserin und Journalistin. >Oreo< erschien 1970, auf der Höhe des Black Power Movement der Sechziger- und Siebzigerjahre, der Text erwies sich jedoch als seiner Zeit voraus und kann erst heute seine Wirkmächtigkeit entfalten.
MOJOS
Mojos von sammelmappe, renee und andere
sammelmappe
renee
elena_liest
Was für ein Sprachfeuerwerk! "Der antike Held ist heute jüdisch, schwarz und weiblich."
Ganz große Leseempfehlung.
ein geniales, satirisches, verrücktes und witziges Machwerk, rassistische und feministische Themen in ungewöhnlichem Gewand, etwas schwierig zu lesen
Ein interessantes und wichtiges Buch, das in mir aber nicht die richtige Leserin gefunden hat.
REZENSIONEN
Bewertet von yvonnefranke, elena_liest und 3 andere
yvonnefranke
elena_liest
yvonnefranke
renee
milkysilvermoon
Fran Ross verschiebt die griechische Sage des Theseus ins New York der 60er Jahre. Ihre Heldin ist Christine, genannt „Oreo“ - außen schwarz, innen weiß, wie der berühmte Schichtkeks. Kein griechischer Jüngling also, sondern die Tochter einer schwarzen Mutter und eines weißen Juden. Zweiterer verschwindet schnell aus dem Leben seiner Tochter, hinterlässt ihr aber einen Brief mit verschlüsselten Hinweisen. Mit 16 Jahren macht sie sich auf die Suche nach ihm und eine wahnwitzige Odyssee beginnt. F...
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Wow
Oreo heißt eigentlich Christine, ist ein jiddisch-Schwarzes Mädchen und wächst in Philadelphia bei ihren Großeltern auf. Ihre Mutter hat sie aufgrund ihrer "Karriere" weggegeben, ihr Vater hat sich schon früh aus dem Staub gemacht (der Schmock) und auch ihre Großeltern sprühen nur so vor Seltsamkeit. Während ihre Oma einen sehr, sehr ausgeprägten Südstaatenakzent besitzt und sich mehr ums Kochen als um die Kindererziehung kümmert, hat ihr Opa vor langer Zeit (also Oreos Eltern heirateten) einen ...
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Wow
Fran Ross verschiebt die griechische Sage des Theseus ins New York der 60er Jahre. Ihre Heldin ist Christine, genannt „Oreo“ - außen schwarz, innen weiß, wie der berühmte Schichtkeks. Kein griechischer Jüngling also, sondern die Tochter einer schwarzen Mutter und eines weißen Juden. Zweiterer verschwindet schnell aus dem Leben seiner Tochter, hinterlässt ihr aber einen Brief mit verschlüsselten Hinweisen. Mit 16 Jahren macht sie sich auf die Suche nach ihm und eine wahnwitzige Odyssee beginnt. F...
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Oreo, eine der berühmtesten Heldinnen der amerikanischen Mythologie


Wenn ein Buch polarisiert, dann wohl dieses! Ich habe es in einer Leserunde lesen dürfen und die Reaktionen der Mitlesenden fand ich spektakulär. Um es vorweg zu nehmen, ich gehöre zu denen, die dieses Buch begeistern konnte. Sehr sogar! Nicht gleich von Anfang an. Nein, das nicht. Am Anfang dachte ich nur, wo bin ich denn hier hingeraten. Was soll denn das sein??? Aber nachdem ich mich an den Stil der Fran Ross gewöhnt hatte ...
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Wow
Die Vereinigten Staaten in den 1970er-Jahren: Christine wächst mit ihrem kleinen Bruder Jimmie bei den Großeltern in Philadelphia auf. Sie ist das Kind einer schwarzen Mutter und eines weißen, jüdischen Vaters, der sich allerdings schon früh aus dem Staub gemacht hat. Sie erhält den Spitznamen Oreo nach dem Keks, der außen schwarz und innen weiß ist, und wird zur doppelten Außenseiterin. Doch auch von ihrer Mutter ist nicht viel Unterstützung zu erfahren, denn sie tingelt seit Jahren durch die L...
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