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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Kein Mensch ist vor den Momenten sicher, die alles von Grund auf ändern Was würde man lieber vergessen, wenn man könnte? Johannes blickt zurück auf eine ostdeutsche Kindheit, die von feinen Rissen durchzogen war. Der frühe Tod seiner Mutter, das rätselhafte Verschwinden seines Vaters. All seine Fragen dazu blieben unbeantwortet, weshalb er noch als Erwachsener vorsichtig tastend durchs Leben geht. Ein melancholischer Eigenbrötler, der sich in einer stillen Existenz eingerichtet hat. Als Johannes in einer alten Kiste auf einen Brief stößt - adressiert an seinen Vater und abgeschickt nur wenige Tage, bevor dieser den Sohn wortlos verlassen hatte -, verändert dieser Fund nicht nur seine Zukunft, sondern vor allem seine Vergangenheit als Kind der Vorwende-DDR. Seine Erinnerungen sortieren sich neu und mit ihnen sein Blick auf das eigene Leben. In eindringlicher Dichte und mit kraftvoller Klarheit erzählt Matthias Jügler von Verlust und Verrat, vom Wert des Erinnerns und den drängenden Fragen einer ganzen Generation. Ein warmherziger, leuchtender Roman von außergewöhnlicher sprachlicher Intensität.
BIOGRAFIE
Matthias Jügler, geboren 1984 in Halle/Saale, studierte Skandinavistik und Kunstgeschichte in Greifswald sowie Oslo und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für seinen Debütroman »Raubfischen« (2015) erhielt er eine Reihe von Auszeichnungen, auch sein zweiter Roman »Die Verlassenen« stieß in der Presse auf große Begeisterung. Er lebt mit seiner Familie in Leipzig, wo er auch als freier Lektor arbeitet.
MOJOS
Mojos von nachtigall
nachtigall
"Die Verlassenen" von Matthias Jügler überzeugt mit seiner schlichten Sprache, mit einer gekonnten Dramaturgie, mit seiner Thematik und dem Talent, auf wenigen Seiten viel Geschichte zu erzählen.
REZENSIONEN
Bewertet von gachmuret, anne_hahn und andere
gachmuret
anne_hahn
cosima73
Johannes ist tief geprägt von seiner Kindheit und Jugend. Seine Mutter verstarb früh, sein Vater für ihn wenig durchsichtig - und zudem immer beschäftigt mit konspirativen Aktionen und Texten. Kurz nach der Wende verschwindet sein Vater urplötzlich, der Junge bleibt zurück und lebt fortan bei seiner Großmutter.

Die Traumata vom Verlassenwerden, von ständiger Unsicherheit machen es auch dem Erwachsenen schwer, sich in Gruppen einzufinden, Freundschaften zu schließen, ein Familienleben zu führen....
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Wow
" An einem Morgen im Mai des Jahres 1986 lief ich das letzte Mal zusammen mit meiner Mutter in den Kindergarten. Sie hielt meine Hand, und wir sprachen vom Sommer, der bald kommen würde, und davon, dass wir nachmittags mit Vater an den See fahren könnten und bald auch an die Ostsee, worauf ich mich am meisten freute."

Nach einer wahren Begebenheit – müsste warnend in großen gelben Buchstaben auf dem Cover stehen. Über dem Titel des zweiten Romans von Matthias Jügler Die Verlassenen steht jedoch...
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1 Wow
«Schliesslich kam Grossmutter aus dem Wohnzimmer. Sie verlor kein Wort über Vaters Abwesenheit, stattdessen hielt sie eine Tüte Bonbons in der Hand…zum Trost, wie sie sagte. Als ich sie nun sah, die Tüte in der Hand, mitleidig ihr Blick, da begriff ich, dass Vater nicht wiederkommen würde. Ich fing an zu weinen. Viel lieber wollte ich wütend sein, auf Vater, so wütend, wie ich es am Vormittag gewesen war. Aber es klappte nicht.»

Johannes hat schon früh seine Mutter verloren. Als auch noch sein ...
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Wow