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elena_liest

Posted on 4.2.2020

"Abgesehen von der Seele ist das Teekochen das Einzige, was unsereinen vom Menschenaffen unterscheidet." Alan Bradley in "Flavia de Luce- Mord im Gurkenbeet" Im ländlichen England auf einem alten Familiensitz macht die 11-jährige Flavia de Luce einen grausamen Fund im Gukenbeet, nämlich eine männliche Leiche. Die Polizei verdächtigt Flavias Vater, den gemütlichen und sanftmütigen Colonel de Luce, den Mord begangen zu habe. Das kann Flavia so natürlich nicht hinnehmen und beginnt, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Blad muss sie jedoch feststellen, dass ihr Vater ein dunkles Kapitel in seiner Vergangenheit hat... Bei "Flavia de Luce- Mord im Gurkenbeet" von Alan Bradley handelt es sich um einen originellen und etwas anderen Kriminalroman, der den Auftakt einer bislang 10-bändigen Reihe bildet. Angesiedelt um 1950 hat er einen ganz besonderen Charme, der durch die neunmalkluge Möchtegern-Detektivin Flavia noch verstärkt wird. Flavia ist absolut nicht auf den Mund gefallen, legt sich mit jedem an und hat eine besondere Begeisterung für die Chemie. Mir war sie von Anfang an sympathisch. Bradley bringt die Atmosphäre des ländlichen Englands dieser Zeit toll rüber. Die Beschreibungen des Dörfchens, der Bibliothek, der alten Schule und des Landsitzes haben mir sehr gut gefallen. Auch der etwas ältliche Schreibstil passt perfekt zu dem Buch. Briefmarken sind zwar nicht ganz mein Thema, trotzdem fand ich die Idee hinter dem Kriminalfall sehr interessant. Nichts desto trotz hat mir aber das gewisse Etwas noch gefehlt. Teilweise waren mir die Erwachsenen zu leichtgläubig, das Verhältnis von Flavia zu ihren Geschwistern zu angespannt und Flavias Wissen zu breit gefächert. Für mich gibt es für diesen durchaus sehr lesenswerten, etwas anderen Kriminalroman 4 /5 Sternen.

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