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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Noch nie wurde so viel gereist wie heute. Und doch hat sich das Reisen seine Poesie bewahrt. Aber was heißt es, in dieser rasenden Welt ein Körper in Bewegung zu sein? Nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit zu reisen? Da ist die Erzählerin, die unentwegt auf Wanderschaft ist, zu Fuß, im Auto, im Flugzeug und in Gedanken. Oder Eryk, den es als Fährmann in den hohen Norden verschlagen hat und der irgendwann mit seinen verdutzten Passagieren Kurs aufs offene Meer nimmt. Da ist der junge Mann, der langsam dem Wahnsinn verfällt, als Frau und Kind während eines Urlaubs plötzlich verschwinden, um ebenso plötzlich wieder aufzutauchen. Und schließlich Chopins Schwester, die ihren Bruder abgöttisch geliebt hat und nun sein Herz auf eine letzte Reise nach Warschau begleitet. »Unrast« ist eine Wundertüte voller Mythen, Bekenntnisse, Notizen und Gedanken über das Reisen, die Verbindung zwischen Leib und Seele, über Leben und Tod, Entwurzelung und Migration - ein Potpourri unterschiedlichster Geschichten, die alle einem geheimen Fahrplan folgen und eine gemeinsame Destination haben.
BIOGRAFIE
OLGA TOKARCZUK, 1962 im polnischen Sulechów geboren, studierte Psychologie in Warschau und lebt heute in Breslau. Ihr Werk (bislang neun Romane und drei Erzählbände) wurde in 37 Sprachen übersetzt. 2019 wurde sie mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Für »Die Jakobsbücher«, in Polen ein Bestseller, wurde sie 2015 (zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn) mit dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, dem Nike-Preis, geehrt und 2018 mit dem Jan-Michalski-Literaturpreis. Im selben Jahr gewann sie außerdem den Man Booker International Prize für »Unrast«. Zum Schreiben zieht Olga Tokarczuk sich in ein abgeschiedenes Berghäuschen an der polnisch-tschechischen Grenze zurück.
MOJOS
Mojos von Fabian Thomas, sammelmappe und 2 andere
Fabian Thomas
sammelmappe
fischblog
trinschen
International macht Olga Tokarczuk als Booker-Prize-Trägerin gerade Furore; ich traue ihr viel zu, in diesen interessant unkonventionell erzählten Roman bin ich leider nicht so richtig hineingekommen.
Unrast ist ein außergewöhnliches Buch. Zuerst erscheinen die Geschichten über das Reisen und die Körper ohne Zusammenhang, aber nach und nach wird das literarische Text-Flechtwerk der Autorin sichtbar
Ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe, obwohl es eigentlich so gar nicht mein Ding ist. Sehr viele schöne Einfälle, das Fragmentarische macht den Einstieg leicht.
Das Buch ist definitiv anders, an das Lesen von Fragmenten, Kurzgeschichten und einzelnen Gedanken muss man sich gewöhnen. Für mich kein Buch, das man in einem Rutsch lesen kann.
REZENSIONEN
Bewertet von lesenbildet, das A&O und andere
lesenbildet
das A&O
mme_corinna
Unrast, das ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, über das Reisen, der Sehnsucht, dem Alltag zu entfliehen, den Körper, den Tod und eben der Rastlosigkeit.
Dazwischen ist immer die Ich-Erzählerin, die von Begnegnungen und ihren Reisen quer durch die Welt erzählt.
Olga Tokarczuks Unrast hat mir dabei vorallem aufgrund der peotischen Sprache und den gelungenen eingestreuten Metaphern gefallen.
Die Geschichten, allesamt etwas melanchonisch angehaucht, bleiben im Gedächnis, gerade bei denen über A...
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Wow
Pilgern, präservieren.
Reisefragmente, Körperteile.
In Bewegung sein heißt 'ich bin'.
Und sehen heißt wissen.
Das ist das, zugegeben, sehr kryptische Destillat, das ich aus 'Unrast' filtere.

Es hat bestimmt gut siebzig Seiten gebraucht, bis ich ein Gefühl für dieses Buch bekommen habe. Dann blieben noch fast 400, um die beschriebenen-geschriebenen Reisen nicht orientierungslos zu verfolgen, sondern die Literaturaussicht zu genießen. Es gibt viel zu erkunden, zurückzublättern, zusammenzuset...
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2 Wows
Ich reise, also bin ich. Ich reise, um zu erkennen.

Olga Tokarczuks Buch „Unrast“ kreist um den Menschen, der in Bewegung ist. Da gibt es die fast tagebuchartigen Reflexionen über Zeit, Reisen und den Menschen, der die Raum-Zeit-Veränderung beim Reisen erfassen muss. Dazwischen immer wieder lose Erzählstränge von Menschen, die sich mit der Konservierung der Zeit befassen (wie kann man einen menschlichen Körper konservieren) oder durch eine Reise eine neue Richtung in ihrem Leben eingeschlagen ...
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Wow

KOMMENTARE

Dummer Weise kann ich mich bei meinen permanenten, letologischen Aussetzern immer nicht an das Wort „Letologik“ erinnern. Eine zweidimensionale Sprachlosigkeit sozusagen...
Ihre Schilderungen zum Wesen der Psychologie sind, wie eigentlich alles, ausnehmend schlüssig, glashart und verleiten schon fast dazu, sich das Gelesene quasi als eigene Erkenntnis zu eigen zu machen. Allein mir fehlt der Aspekt der Zuwendung, die Idee der Hilfe und Unterstützung derjenigen Person, ...
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