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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Eine Familie kommt aus ihrem alten Land nach Deutschland. Dort passiert Unvorstellbares und Unverständliches - zumindest für die Tochter der Einwanderer. Sie, die Ich-Erzählerin, wächst auf im neuen Land, doch die Geschichten über das alte lassen sie nicht los. Sie wird erwachsen in dem Gefühl, immer eine Fremde zu bleiben, niemals dazuzugehören. Später wird aus ihr eine Theaterautorin; erfolglos, arbeitslos, aber voller Hoffnung. In diesen atmosphärisch feinen Erzählungen, die zusammen einen kleinen, dichten Roman der Fremdheit und der Sehnsucht ergeben, begegnet die Erzählerin dem neuen Leben, der neuen Sprache, den neuen Menschen: Martha, die vielleicht töten muss, um zu besitzen. Marcel, den alle Mädchen küssen wollen. Samiha und Olcay aus dem türkischen Viertel, die eine unerklärliche Todesangst vor dem Fahrstuhl in ihrem Hochhaus haben. Sie trifft den Chef ihrer Mutter, der mehr will als nur eine gute Angestellte, den sadistischen Mann vom Arbeitsamt und Frank, das Männermodel, das seine Haare hochtoupiert trägt. Als Kind schämt sie sich noch für ihre Eltern und dafür, dass man bereits am »Hallo« ihres Vaters erkennt, dass er kein Deutscher ist. Später, als junge Frau, bringt ihr die Sprache ihres alten Landes, im falschen Moment und vor den falschen Leuten gesprochen, geprellte Rippen und eine aufgeplatzte Lippe ein. Denn neben der neuen, rätselhaften Freundlichkeit, bleiernen Höflichkeit und warmen Distanziertheit, mit der das fremde Mädchen, das später eine fremde Frau ist, sich konfrontiert sieht, muss sie auch immer wieder Schläge einstecken - aus bekannten Mündern und von unbekannten Fäusten. Doch sie schlägt zurück: nicht nur mit ihren Lügen, sondern auch mit ihren Träumen. Anna Prizkau erzählt in Fast ein neues Leben vom neuen Land, das Deutschland ist, von den Fremden und den Verlorenen, auch denen, die hier geboren wurden.
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar
MOJOS
Mojos von stefanb und travelartandbookb...
stefanb
travelartandbookblogger
Beeindruckend. Sprachlich wunderbar geschrieben. Das Thema Fremdsein wird sehr anschaulich vermittelt. Sehr viel Tiefe in wenigen Seiten.
travelartandbookblogger
Emotionale und realistische Kurzgeschichten einer Ich-Erzählerin zwischen 'altem' und 'neuem' Land
REZENSIONEN
Bewertet von evaczyk, travelartandbookb... und 3 andere
evaczyk
travelartandbookblogger
stefan182
stefanb
annamagareta
Vom Leben im neuen Land und dem Gepäck des alten Landes erzählt Anna Prizkau in ihren Kurzgeschichten, die unter dem Titel "Fast ein neues Leben" zusammengefasst sind. Mit der Ich-Erzählerin hat sie so manches gemeinsam - In Russland geboren, in den 90-er Jahren nach Deutschland gekommen, das Gefühl der Fremdheit, der Wille, dazu zu gehören, der Kampf mit der fremden Sprache, die sie sich dann zu eigen macht - immerhin ist sie Theaterautorin.

Der Preis, der für das neue Land gezahlt wird, wir...
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Wow
travelartandbookblogger
Das literarische Debüt „Fast ein neues Leben“ von Anna Prizkau besteht aus 12 kurzen, aber sehr emotional berührenden Erzählungen einer Ich-Erzählerin, die aus einem alten Land ins neue kommt und an verschiedenen Etappen ihres Lebens prägende Erfahrungen gesammelt hat, an denen sie uns teilhaben lässt; wie kleine persönliche Anekdoten, die man sich erzählen könnte, um sein Gegenüber zu schockieren, um die Stimmung ins Nachdenkliche kippen zu lassen, aber nicht chronologisch erzählt - mal ist sie...
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Wow
„Fast ein neues Leben“ von Anna Prizkau ist eine Zusammenstellung von 12 Erzählungen. Die Geschichten besitzen eine Länge von 5-13 Seiten. Trotz ihrer Kürze ist die Lektüre der Erzählungen ungemein intensiv: Erzählt werden sie aus der Perspektive einer namenlosen Ich-Erzählerin, die aus ihrem alten Land nach Deutschland migriert ist. Dort erhofft sich die Familie der Ich-Erzählerin ein neues Leben, doch das Leben ist nur „fast“ ein neues. Auf unterschiedlichste Arten wird die Ich-Erzählerin mit ...
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Wow
Fremde und Verlorene
„Einfacher war es, alles zu verstecken, was anders war. Deshalb versteckte ich meine Eltern, meine alte Sprache. Ich ahnte, dass ich mich selbst betrog.“ [62]
„Fast ein neues Leben“ von Anna Prizkau kommt leise, unaufgeregt und sachlich daher. Weil das ganze sprachlich so präzise ist, sind die zwölf Kurzgeschichten umso intensiver, steckt in ihnen doch viel Gesellschaftskritik. Das Hauptthema ist dabei „Fremdsein“ und wird durch die Ich-Erzählerin und die distanzierten Betra...
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1 Wow
Sehr intensiv

„Fast ein neues Leben“ ist ein dünnes Büchlein mit zwölf kurzen Geschichten der in Moskau geborenen Autorin Anna Prizkau, die in den 1990er-Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland gekommen ist.

In ihren Kurzgeschichten erzählt die Autorin aus der Ich-Perspektive aus der Gefühlswelt der Protagonistin, die aus ihrem alten Land nach Deutschland gekommen ist. Was sie dabei erlebt, ist einfach unglaublich. An Orten und in Situationen, an die man niemals denkt, erlebt sie Ausgrenzung...
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