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renee

Posted on 9.2.2020

Männerherzen Ein amerikanischer Roman der bewegt, mitreißt, nachdenklich macht, abstößt, kurz der viel Emotionen erzeugt. Dieser Roman ist in klarer Sprache geschrieben, in drei Abschnitte/Zeitabschnitte geteilt und erzählt wie und warum die Hauptpersonen werden, wie sie werden. Es ist ein Buch über männliche Werte, über Versuche diese von der Vätergeneration auf die Söhne zu vermitteln und leider auch das Scheitern darüber. Aber es hat auch sehr ergreifende Charaktere, die ihre Sache doch ganz gut machen. Dieses Buch schildert das Leben der beiden Hauptpersonen, zweier Jungen/Männer, die sich in ihrer Jugend anfreunden. Nelson und Jonathan. Im ersten Teil des Buches der 1962 spielt, begegnen sich die Beiden. Nelson, der irgendwie andersartige Außenseiter, kaputtes Elternhaus, erfährt wenig Liebe darin, hat keine Freunde, geht ins Pfadfinderlager, wird gemobbt und erfährt da eine Wandlung und Hilfe. Jonathan, schon ein Leiter einer Gruppe, älter als Nelson, nähert sich Nelson etwas an, hilft ihm schließlich etwas, wobei es irgendwie fraglich bleibt warum. Charakterlich sind die Beiden vollkommen unterschiedlich. Der zweite Teil des Buches spielt 1996, beide sind inzwischen erwachsen. Nelson war im Vietnamkrieg, ist zu jemand anderem geworden, trägt aber natürlich noch seine Wunden, hat eine Freundin, aber keine Kinder, zumindest keine von denen er weiß. Jonathan hat eine Familie, ist ein angesehener Bürger, ist aber eigentlich vollkommen unglücklich. Hat aber einen Sohn und möchte diesem die männlichen Werte nahebringen. Und der dritte Teil des Buches spielt im fiktiven 2019, ist der für mich eigentlich ergreifendste, anspruchsvollste, inhaltsreichste Teil des Buches. In diesem Teil macht für mich das Buch einen deutlichen Sprung in meiner Wertung nach oben. Es geht um irgendwelche hehren Ziele, große Moralvorstellungen, und schließlich die Verwirklichung dessen. Und zeigt wie schonungslos die Wirklichkeit ist. Es geht um die großen Gefühle der Männer, und zeigt wie schwierig es werden kann, diese im realen Leben Wirklichkeit werden zu lassen. Es zeigt aber auch das es manche Männer schaffen können. Butler ist dabei schonungslos ehrlich, fast schon penetrant offen, was mir aber sehr gefallen hat. Gerade aus dem Grund gebe ich die Empfehlung es zu lesen. Für mich gerade durch den dritten Teil ein tolles Buch, aber auch sonst sehr lesenswert !

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