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sChiLdKroEte

Posted on 8.2.2020

Die Psychiaterin Nadine Lavoie behandelt eine junge Selbstmordpatientin, die erst vor kurzem aus einer Sekte geflüchtet ist. Plötzlich muss die Ärztin sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen. Hat sie doch als Kind selbst in eben dieser Gemeinschaft gelebt. Sie hat kaum Erinnerungen an diese Zeit. Warum? Ist damals etwas Schreckliches passiert? Nadine begibt sich auf die Suche nach ihrer Erinnerung und merkt erst zu spät, dass sie in Gefahr schwebt. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Psychiaterin Nadine Lavoie erzählt. Durch die Wahl dieser Erzählperspektive kann sich der Leser in der Regel gut in den jeweiligen Protagonisten hinein versetzen und mit ihm fühlen. Leider gelang mir dies bei Dr. Lavoie nicht immer. Es fiel mir schwer, mich mit der tristen, farblos dargestellten Ärztin zu identifizieren. Der Klappentext ließ mich auf ein spannendes und fesselndes Buch mit Suchtpotenzial hoffen. Der Grundgedanke und die Idee hinter der Handlung gefallen mir sehr gut. Beides bietet eindeutig eine Menge Spannungspotenzial. Leider wurden meine Erwartungen diesbezüglich nicht erfüllt. Die Spannung wird während des Handlungsverlaufs nicht durchgehend aufrechterhalten. Die Geschichte weist immer wieder einige Längen auf, die den Lesefluss stören. Stellenweise war mir die Handlung zu vorhersehbar, zu konstruiert und zu übertrieben dargestellt. Alles in allem handelt es sich bei „Blick in die Angst“ um ein mittelmäßig spannendes Buch mit zu vielen Längen. Es war mein erstes Buch von Chevy Stevens und wird in nächster Zeit wohl auch das einzige bleiben.

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