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Ladybug

Posted on 7.2.2020

Das kleine Stückchen Zaubergarten mitten in Berlin Herr Haiduk kam vor vielen Jahren der Liebe wegen nach Berlin. Nach einigen verschiedenen Versuchen und Rückschlägen kam er zu seinem kleinen Laden, in dem er neben Zeitschriften und Tabakwaren auch Lottoscheine verkauft. Sein Leben verläuft ruhig und friedlich, bis eines Tages seine ganz besondere und immer schweigende Kundin eine verlorene Quittung findet, die 13 Millionen Euro wert ist. Sie will unbedingt den rechtmäßigen Besitzer ausfindig machen … Herr Haiduk erzählt seine Geschichte von Alma und der Lottoquittung gemeinsam mit seinem Gehilfen Adamo einem ehemaligen Kunden. Dieser hat vor Jahren ein Buch geschrieben und Herr Haiduk lässt sich nicht davon abbringen, dass Paul noch immer Schriftsteller ist, auch wenn er seither kein einziges Wort mehr veröffentlicht hat. In seinen Augen ist die Story genau das, was Paul braucht. Paul, der lange nicht mehr in der Gegend war, lässt sich von Herrn Haiduks Erzählung in seinem idyllischen, wie verzaubert wirkenden Hinterhof, der an einen alten, geheimnisvollen Friedhof grenzt, verzaubern. Er erfährt so einiges über die jetzigen Bewohner des Viertels, über die Menschen allgemein und über die Gier und welche Blüten die Phantasie treiben kann, wenn es um viel Geld geht. Der Leser bekommt einen Spiegel vorgehalten und auch gezeigt, dass alles immer mindestens zwei Seiten hat. Die einzelnen Figuren sind wunderschön gezeichnet und werden mit nur wenigen Worten sehr anschaulich beschrieben. Man muss sich ein wenig auf Neues und eine ganz besondere Magie einlassen, dann entführt Florian Beckerhoff den Leser in sein Stückchen Berlin. Mich erinnert der Aufbau und das Ende an ein anderes Buch von diesem Autor: „Karl-Conrads heimliches Afrika“. Schon das hat mir sehr gut gefallen – Herr Haiduk hat mich verzaubert. In diesem Buch steckt so enorm viel Liebe, dass mir das Herz überläuft. Dafür gebe ich fünf blitzblank polierte Sterne!

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