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Teresa Sporrer

Posted on 6.2.2020

Als "Iskari" muss Asha alle Drachen im Reich ihres Vaters, des Königs, töten. Denn sie ist schuld daran, dass der gefährlichste aller Drachen, Kozu, vor Jahren die halbe Stadt zerstört hat. Äußerlich trug sie Brandnarben davon, innerlich haben sie die Geschichten, die Kozu angelockt haben und die ihr ihre Mutter erzählt hat, verdorben. Kurz vor ihrer Zwangs-Heirat mit Kommandant Jarek wird Kozu gesichtet. Falls Asha den Drachen töten kann, so stellt ihr Vater es ihr in Aussicht, muss sie Jarek nicht mehr heiraten ... "Iskari" stand anfangs nicht auf meiner Wunschliste, aber durch eine kleine Blogtour wurde mein Interesse geweckt. Zum Glück! Sonst hätte ich eins der besten Bücher dieses Jahres verpasst. Ich muss gestehen, dass ich das buch zwar durchwegs spannend fand, aber es mich nicht von Anfang an gepackt hat. Ich brauchte etwas Zeit mit den Charakteren und der Erzählung (inklusive den eingestreuten Sagen) zurecht zu kommen. Aber dann hat es bei mir "Klick" gemacht! Asha ist eine starke Frau. Durch ihre Aufgabe als "Iskari, als Drachentöterin, ist sie eine gute Kämpferin, aber auch so macht noch Fehler. Schließlich ist sie auch nur ein junges Mädchen. Obwohl sie ein schweres Los gezogen hat, hört man sie nicht rumjammern. Sie war einfach eine Kick-Ass-Heldin, wie ich sie mir in jedem Buch wünsche. Die anderen Charaktere mochte ich natürlich aus - so fern man Sympathie für sie aufbringen sollte. Ashas Bruder Drax und der Sklave Torwin waren meine Favoriten. In beiden steckt mehr, als wie man auf den ersten Blick vermuten mochte. Ein riesengroßer Pluspunkt geht übrigens an die Liebesgeschichte. Asha ist eine Kämpferin. Sie verschwendet keine Zeit um an Männer zu denken und/oder sich wegen dem männlichen Geschlechts dämlich zu verhalten. Wie oft musste ich schon Bücher lesen, wo die ach-so-starke Prota plötzlich kein Hirn mehr hatte, nur weil ein Kerl in ihr Leben getreten war. Bei Asha und Torwin passte es einfach in das gesamte Setting. Die Liebesgeschichte war zart, aber dafür um so schöner. Mir hat einfach gefallen, dass Asha so lange nicht verstanden hat, dass Torwin Gefühle für sie hegt. Es gab mehrere Wendungen, die ich erstens einmal nicht mal erahnen konnte und die sogar logisch und nicht an den Haaren herbeigezogen waren. Man merkt einfach, dass die Autorin sich unglaublich viel Mühe mit dem Plot gegeben hat. Das Cover finde ich einfach genial. Es ist schlicht und passt trotzdem hervorragend zum Buch und der Story. Ich denke, dass "Iskari" besonders für Fans von "Game of Thrones" - insbesondere von Daenarys - und anderen Young-Adult High-Fantasy Büchern wie "The Young Elites" und "Elias & Laia" geeignet ist. Ich habe lange überlegt, wie viele Sterne ich dem Buch gebe: 4 Sterne wegen dem etwas schwierigen Anfang? Aber dafür habe ich das Buch ab der Hälfte nicht mehr weglegen können. Oder 5 goldene Sterne? Aber dann müsste es wirklich ein Jahreshighlight sein. Ich habe noch etwas rumüberlegt und mich am Ende dann doch für das Gold entschieden: Ich mochte die Charaktere, die Beziehung der Charas untereinander, die Welt, das bisschen Humor ...

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