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Schokoloko 28

Posted on 6.2.2020

In diesem Buch geht es um die Familie Ephrussi. Sie kommen ursprünglich aus der Ukraine (Odessa) und haben mit Getreide gehandelt und sind zu Geld gekommen. Ein Teil der Familie geht nach Wien; der andere Teil nach Paris. In Paris kauft sich Charles Netsukes, das sind kleine Kostabarkeiten aus Japan aus Elfenbein Holz und Ton, die man an seinen Kimonogürtel hängt oder in die Hosentasche steckt. Es wird diese Familiengeschichte in Verbindung mit der Reise von den Netsukes aufbereitet. Wie sie von einem Familienmitglied zum nächsten gelangen und was diese erleben. Dann wird auch die Familie Ephrussi, die in Wien lebt portratiert. Im Endeffekt ist diese Geschichte der Netsukes mit der Weltgeschichte der Juden in Verbindung gebracht worden. Es wird sehr schön das Lebensgefühl der damaligen Zeit hochbeschworen, wie auch die Gräueltaten der Nazis in Wien. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie hat mich emotional sehr aufgewühlt (insbesondere die Nazi- Herrschaft). Die Sprache konnte das Lebensgefühl der damaligen Zeit gut transportieren. Ein literarischer Hochgenuss!

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