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ShariWari

Posted on 4.2.2020

Klappentext: Es ist der 8.8., 8 Uhr 08. Sie haben 80 Millionen Feinde… Stellen Sie sich vor, es gäbe eine Todeslotterie. Sie könnten den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der „AchtNacht“, am 8.8., jeden Jahres, würde aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei. Jeder in Deutschland dürfte ihn straffrei töten – und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt. Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst. Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief. Und ihr Name wurde gezogen! Werden Sie die AchtNacht überleben? Meinung: Die Idee hinter AchtNacht fand ich sehr faszinierend. Sebastian Fitzek hatte die Idee zu diesem Thriller, nachdem er sich im Kino „The Purge“ angesehen habe und da ich alle Filme von „The Purge“ Liebe, musste ich einfach dieses Buch haben und natürlich weil es von Sebastian Fitzek ist. Denn ihr wisst, Herr Fitzek ist einfach ein Meister seines Werkes. Mit dem Schreibstil bin ich gut zurechtgekommen. Fitzek verwendete hier die personalen Erzählperspektive um uns durch die Geschichte zu bringen, diese wechselte Kapitelweise durch drei Hauptcharaktere durch. Dadurch bekam man immer wieder verschiedene Einblicke in die Ereignisse der AchtNacht. Leider waren mir nicht alle Handlungen schlüssig und es wurde auch für mich persönlich zu schnell über verschiedene Ereignisse berichtet, welche aber meines Betrachtens nicht immer alle notwendig waren um der Geschichte folgen zu können. Auch waren viele, dann doch spannendere Geschehnisse, schnell wieder außer Acht gelassen und man hat vergebens gehofft, dass darauf nochmal spezifischer zurück gegriffen wird. In die Charaktere konnte ich mich nicht gut hineinversetzten, da sie alle zu wenig von sich selber Preisgegeben haben um sich genauer mit ihnen beschäftigen zu können. Was ich aber durchaus beim lesen wollte. Ich wollte mehr über Ben, Arezu und Dash erfahren, doch leider wurde ich nur mit wenigen Informationen gefüttert. Immer mal wieder wurde ein Thema über die Personen angeschnitten, welche ich gerne näher erfahren hätte, doch dann wurde die Erzählperspektive gewechselt und der Autor kam nicht mehr auf das angesprochene Thema zurück. Das Lesen empfand ich sehr wechselhaft, zu Beginn wollte ich unbedingt mehr von dieser Geschichte erfahren und erwartete einen dramatischen Thriller mit vielen Spannungsbögen (alla Fitzek) doch die blieben leider zu Beginn aus. In der Mitte war ich kurz davor das Buch zu beenden, da ich die Hoffnung langsam aufgegeben habe, dass noch ein gewisser Spannungseffekt kommen wird. Gegen Ende der Geschichte, kam dann aber endlich die lang ersehnte Spannung und endlich bekamen wir auch diese wunderbare Wendung, die Fitzek einfach drauf hat. Mit offenem Mund konnte ich es nicht fassen, was da passiert ist und war positiv über diesen Plottwist überrascht. Auch brachte uns Fitzek mal wieder durch die Idee der Geschichte und seine Danksagung zum nachdenken, wie er es bei fast allen seinen Werken macht. Ich dachte lange darüber nach, wie ich mich verhalten würde wenn es diese AchtNacht wirklich gäbe. Würde ich einen Menschen auf die Liste setzten? Würde ich selber zu einem Täter werden? Oder wäre ich ein Opfer, welches von einem anderen auf die Liste gesetzt wurde? Wäre es möglich, dass dies irgendwann zur grausamen Realität wird? Fragen über Fragen und ich liebe es am Ende von Fitzeks Büchern noch lange darüber nachzudenken. Fazit: Die Idee hinter diesem Psychothriller fand ich sehr spannend, auch die Wendung am Schluss und die Auflösung der Geschichte war einfach perfekt. Doch leider habe ich den Spannungsbogen in der Mitte sehr vermisst, auch hätte ich mir gewünscht das Fitzek auf gewisse Themen näher eingeht, gerade was die Charaktere Dash und Arezu betrifft. Denn durch seine anderen Bücher, wissen wir alle er kann es und er kann es grandios, doch leider hat mich dieses Buch doch etwas enttäuscht, daher kann ich leider nicht mehr als 3 Sterne geben. Es war kein Highlight, aber es war auch nicht schlecht. Es war ein gutes Buch, was aber noch ein bisschen an Spannung gebraucht hätte. Dennoch würde ich keinem von diesem Buch abraten, denn ein wahrer Fitzek Fan wird und muss auch das lesen, denn ich finde es ist auch ein guter Vergleich zu seinen anderen Werken. Außerdem ist es mit 400 Seiten auch nicht zu lange und die Danksagungen von Fitzek sind einfach phänomenal.

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