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bibliophiler_booknerd

Posted on 31.1.2020

"Der Sandmann" sollte ich für meinen Deutsch Leistungskurs lesen und ich weiß noch nicht wirklich, wie ich die Lektüre finden soll. Zunächst fällt mir das Wort skurril ein, dicht gefolgt von verrückt und seltsam. Zunächt finde ich den Aufbau sehr gut gelungen. Der Autor steigt mit drei Briefen ein, mit denen wir nicht nur den zentralen Charakter Nathanael besser kennenlernen, sondern auch seine Verlobte Clara und ihren Bruder Lothar. Wir erfahren des Weiteren etwas über seine Kindheit und wie er mit dem Mythos um den Sandmann in Berührung gekommen ist. Die Charakterzeichnung des Sandmannes finde ich schon ziemlich skurril, aber dann bezieht Nathanael es auf ein für ihn aktuelles Erlebnis. Ich konnte seine Gedanken nicht wirklich nachvollziehen und ich finde ihn sehr unsympathisch. Das passiert mir eigentlich selten mit Protagonisten. Er ist sehr egoistisch, fast schon untreu und wirklich wahnsinnige Züge. Clara war dieses ganz klischeehafte Mauerblümchen, perfekt, mit einem Engel verglichen. Langweilig. Es gab keinen wirklichen Charakter, den ich besonders sympathisch finde. Coppola bzw. Coppelius finde ich schon sehr mysteriös und gruselig, aber dafür, dass Nathanael so ein gebildeter Student ist, verhält er sich nicht wirklich so. Vom Ende brauchen wir gar nicht reden. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto skurriler, seltsamer und abwegiger wurde die Geschichte. Für mich war die Geschichte wirklich gar nichts. Der Aufbau war ganz gut und auch der Schreibstil hat mir gefallen, sowie die Gedichte von Nathanael, aber sonst...

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