
hapedah
Spannender Finalband mit düsterer Atmosphäre und fesselndem Schreibstil Als neu geschaffene Xathyr ist Zoé immer noch wütend über Kaspars Verrat und sinnt auf Rache. Doch schon bald muss sie erkennen, dass die Suche nach den Artefakten nicht nur sie selbst, sondern das gesamte Reich Xanthia zerstören kann. Alexei verfolgt seine eigenen Pläne und Zoé weiß bald nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist. Als ein Fremder sie um Hilfe bittet, den offenbar niemand außer ihr sehen kann, muss sie entscheiden, welchen Weg sie für sich selbst und die Zukunft Xanthias einschlagen möchte. "Empire of Sins and Souls 3 - Das zerrissene Herz" von Beril Kehribar ist der finale Band einer fantasievoll geschriebenen Trilogie. Wie schon die beiden Vorgänger lebt auch dieser Roman von der düsteren Atmosphäre und den reichlich undurchschaubaren Charakteren. Nicht nur die Männer, zwischen denen Zoé steht, auch die Protagonistin selbst zählt zu den "morally grey charakters", die in der Buchvorschau beworben werden, dennoch war sie mir grundsätzlich sympathisch, so dass ich mich während des Lesens emotional stets an ihrer Seite bewegt habe. Sie und auch sämtliche anderen Figuren fand ich authentisch und umfassend dargestellt, von allen hatte ich ein deutliches Bild vor Augen. Den Schreibstil betrachte ich als großen Pluspunkt der Reihe, vom ersten Teil an war ich gefesselt und tief in der düsteren Welt Xanthias versunken, auch die Spannung ließ meiner Meinung nach nichts zu wünschen übrig. Dennoch hätte ich gern die eine oder andere Erläuterung zu den Details gehabt, es gab z.B. eine Figur, die zwar Zoés Hilfe in Anspruch nehmen wollte, dazu allerdings keinerlei Begründung anbot - dieses "mach nur erst mal, was ich sage, warum wirst du am Ende schon sehen" war in meinen Augen nicht nur überheblich, sondern auch absolut unglaubwürdig. Das Ende fand ich dann recht schnell abgehandelt, es haben sich zwar einige meiner offenen Fragen geklärt, dennoch hätte das Finale für meinen Geschmack gern etwas ausführlicher geschrieben sein können. Trotzdem habe ich mich insgesamt gut unterhalten gefühlt, so dass ich auch für den Abschlussband gern eine Leseempfehlung ausspreche. Fazit: Der finale Band passte in puncto Schreibstil, Spannung und leider auch knapp gehaltenen Erklärungen zu den beiden Vorgängern. Dennoch hat mir die Geschichte mit ihrer düsteren Atmosphäre einige fesselnde Lesestunden bereitet, den Roman empfehle ich daher gern weiter.