engelanni
In „Von Stufe zu Stufe“ gibt es zwei Zeitlinien. Anfand des Jahrhunderts können wir das Ehepaar Kolm begleiten, die die Filmwelt in Österreich „revolutionieren“ wollen. Bisher gab es in Österreichs nur Klamauk und Nacktszene als Filme. In 2021 und 2022 folgen wir Marc, einem erfolglosen Filmwissenschaftler, der durch Zufall auf einem Foto alte Filmrollen entdeckt. Marc vermutet, dass es sich um verschollene Filme des Ehepaares Kolm handelt und reist in die Ukraine, um die Filme nach Österreich zu holen. Der historische Teil der Geschichte hat mir gut gefallen. Luise Kolm möchte gerne einen Film herstellen und bringt ihren Mann dazu, mit ihr das Vorhaben umzusetzen. Es ist toll zu lesen, wie sie das Thema immer wieder zur Sprache bringt und so dafür sorgt, dass der Filmdreh statt finden kann. Und wir ein toller Einblick in die damaligen Methoden gewährt. Leider gefällt mir der aktuelle Zeitstrang fast gar nicht. Ich habe mir die Geschichte spannend vorgestellt, wie Marc sich um die Filmrollen bemüht. Aber Ich kann mich gar nicht mit ihm identifizieren, ich finde seine Gedankengänge merkwürdig und konnte manchmal überhaupt nicht nachvollziehen, warum er so denkt und handelt. Außerdem wird die Handlung zum Schluss hin etwas überzogen. So viel Action hätte die Geschichte gar nicht gebraucht. Daher vergebe ich 3 Sterne.