
Chief Propaganda Officer
Nina und Teo sind schon immer die besten Freundinnen. Während jedoch Teo seit zwei Jahren die Sau rauslässt und gerne mal säuft und über die Stränge schlägt, versucht Nina immer, allen und jedem behilflich zu sein. Ihre eigenen Bedürfnisse und Probleme stellt sie immer hintenan; es geht soweit, dass sie sogar eine Therapie macht, dort die Probleme ihrer Freundin beschreibt, um Teo helfen zu können. Als dann der Bad Boy Aleks neu in ihre Klasse kommt und sofort etwas mit Teo anfängt, ist Nina klar: Damit er ihrer Freundin nicht wehtut, muss aus dem Bad Boy und Red Flag Typen ein anständiger Kerl werden. Also versucht sie es auch mit Deeptalks bei ihm. Je mehr sich Nina für andere aufgibt, desto mehr entfernt sie sich von ihnen und dabei merkt sie kaum, dass sie in ihren eigenen Problemen zu ertrinken droht ... Obwohl dieses Buch ein paar sehr aktuelle Themen und Probleme von Jugendlichen aufgreift, ist es doch locker-lässig geschrieben und schafft den schmalen Grat zwischen Slapstick/Humor und Ernstnehmen der Charaktere. Man möchte gelegentlich nicht nur Nina schütteln, auch die Eltern spielen allesamt keine überragende Rolle. Deshalb ist der Schluss vielleicht ein bisschen zu sehr happy, zu sehr people pleasing, aber insgesamt gesehen hatte ich sehr viel Spaß an der Geschichte und empfehle sie weiter. 4.5/5 Punkten.