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Saxon James – The Dating Disaster, Franklin University 2 Collegestudent Felix wünscht sich eine feste Beziehung und den Mann fürs Leben. Als er bei einem Blind Date Marshall trifft, könnte das der Volltreffer sein, doch das Date verläuft alles andere als gut. Als sich Marshall dann auch noch als neuer Mitbewohner ihrer WG vorstellt, stellt das Felix vor ein großes Problem: Flucht oder ein Schritt nach vorn. Als die beiden erneut miteinander verkuppelt werden sollen und auch das zweite Blind Date daneben geht, beschließen sie, zumindest Freunde zu werden. Felix interpretiert Marshalls unsichere und leicht distanzierte Art falsch, denn er weiß nichts, von Marshalls größtem Geheimnis. Kann er ihn dennoch für sich gewinnen? Ich habe den ersten Band der Franklin University (Playing Games von Riley Hart) bereits gelesen. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und können eigenständig gelesen werden. Der Erzählstil ist locker, leicht und modern. Die Figurenausarbeitung ist vielseitig und lebendig. Felix ist ein unsicherer junger Mann, der sich eine feste Beziehung wünscht, obwohl er auch One Night Stands und Partys nicht abgeneigt ist bzw war. Sein Date mit Marshall geht ordentlich schief und zu guter letzt glaubt er, dass Marshall sich zu gut für Felix hält, da er das ONS-Angebot ablehnt. Das die beiden nun Mitbewohner werden, hält einige Twists bereit. Marshall hingegen fühlt sich sehr wohl zu Felix hingezogen. Der demisexuelle Mann will Felix nur vorher besser kennenlernen und nähert sich ihm langsam an, obwohl Felix ihn immer wieder wegstösst. Doch als der vor seinen Augen mit anderen Männern flirtet, holt Marshall zum Gegenschlag aus. Zärtlich aber bestimmend zeigt er ihm, wie wichtig Felix ihm ist. Natürlich treffen wir auch auf Bowser und andere Mitschüler der FU. Die verschiedenen Schauplätze sind anschaulich ausgearbeitet, sodass ich einen guten Eindruck vom Setting bekommen konnte. Die Geschichte ist kurzweilig, emotional und interessant aufgebaut. Die Slow Burn Liebesgeschichte zeigt mal wieder, dass man in einer Beziehung und Freunschaft offen sein und mit dem Partner reden muss, um Missverständnisse zu vermeiden. Auf der einen Seite haben wir Felix, der früher nichts hat anbrennen lassen und sich mit einem dementsprechenden Ruf rumärgern muss und auf der anderen Seite Marshall, der erst mal Vertrauen fassen muss und dabei mutig immer wieder auf Felix zugeht, weil der seine Intentionen falsch versteht. Auch wenn es klischeemässig zum Uni-Leben dazugehört, finde ich, dass hier der Fokus weniger auf Alkohol und Drogen gelegt hätte werden können. Dennoch hat mich die Geschichte gut unterhalten, konnte mich berühren und hat mir eine paar schöne Lesestunden beschert. Insgesamt hätte ich mir dennoch etwas weniger Drama gewünscht und dafür mehr, dass Felix und Marshall sich miteinander unterhalten. Das Cover ist nicht meins, passt aber sehr gut zum ersten Band. Fazit: College-Romance mit vielen Missverständnissen. 4 Sterne.