
Kitty Catina
Oh, was für ein wunderschönes Buch. Optisch ist es auf jeden Fall ein Hit und auch was die Geschichte und die Charaktere angeht, so fand ich diese wirklich toll. Ebenfalls war der Schreibstil in Ordnung, obwohl hier gegendert wurde, was aber durchaus erträglich war und vor allem fand ich ihn durchaus bildlich als auch gut verständlich. Die Geschichte war dabei mal wieder etwas Neues für mich, da ich mich noch nie in die Welt der Arkanen begeben habe. Und ich muss sagen, die Idee mit den Arkanen Ebenen und der Academy mit dem Riss in diese Ebenen wurde wirklich gut umgesetzt. Außerdem war die Geschichte, nachdem die Welt erst einmal kurz vorgestellt wurde, super spannend und ich konnte sie nicht mehr zur Seite legen. Schön fand ich auch die zwischenmenschlichen Beziehungen unter den sechs Studenten aus Olivias Klasse, da sie durch ihren gemeinsamen Wunsch, die untersten Arkanen Ebenen zu erreichen, eine ganz besondere Dynamik haben. Damit verbunden gibt es nicht nur Freundschaft und Liebe, sondern auch Geheimnisse und Lügen. Nicht gebraucht hätte ich allerdings diese ganzen queeren Anspielungen, gestört haben sie mich aber nicht allzu sehr, weil es irgendwie in die Geschichte gepasst hat. Die Liebesgeschichte zwischen Olivia und Milo hingegen fand ich super, nicht zu kitschig, aber auch nicht zu aufdringlich oder spicy. Ebenfalls fand ich das bitter süße Ende richtig gelungen und hätte nicht damit gerechnet. Dieses lässt zudem Spielraum für mehr, auch, wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Wie schon erwähnt, fand ich auch die Charaktere richtig toll geschrieben, sehr vielseitig und multikulturell. Sie alle haben ganz verschiedenen Persönlichkeiten, ergeben aber zusammen ein tolles Team. Olivia kommt aus eher ärmlichen Verhältnissen und sehnt sich nach Anerkennung, weshalb sie nicht ganz ehrlich ist, Milo ist eher forsch und der Anführertyp, Oskar ist eigentlich nicht der, der er sein soll und hat seine ganz persönlichen Probleme, seine Zwillingsschwester Saxa hingegen ist sehr selbstbewusst und offen. Genauso ist auch Tamara eine eher starke Figur und Nasir im Gegenteil eher ruhig und verschlossen. Alles in allem mochte ich diese Geschichte wirklich gern, weil sie eben mal etwas Anderes für mich war und dazu noch spannend, mit einem interessanten Worldbuilding und tollen Charakteren. Zum Glück habe ich noch ein Buch der Autorin in meinem Regal, denn sie hat auf jeden Fall Talent für gute, kreative Geschichten, von denen ich gern mehr lesen würde.