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Emkeyseven

Posted on 21.3.2025

Spannende Handlung und schöne Slow-Burn-Romantasy mit sympathischen Charakteren Vaasa wird gegen ihren Willen verheiratet, doch sie flieht noch in der Hochzeitsnacht und begibt sich in die Stadt der Gelehrten. Dort will sie mehr über den zerstörerischen Fluch erfahren, an dem ihre Mutter gestorben ist, bevor Vaasa das gleiche Schicksal ereilt. Vormann Reid, ihrem Ehemann, entkommt sie aber nicht, denn er spürt sie schon bald auf und bietet ihr einen Handel an, der für beide Seiten von Vorteil sein könnte. Als Königstochter war Vaasa in ihrem eigenen Land Asteria nur eine Marionette, fürchtete sich vor ihrem Fluch und vor den dunklen Seiten ihrer Familienmitglieder. Nun ist sie unfreiwillig in Ikruria gelandet, was andere Arten der Gefahren bedeutet, aber auch neue Freiheiten. Zwar hat sie auch jetzt nicht besonders viele Möglichkeiten, aber sie findet unerwartete Verbündete und hat die Chance zu zeigen, wie clever sie ist und dass es besser ist, sie auf der eigenen Seite zu haben. Reid ist seit Vaasas Flucht fasziniert von seiner Ehefrau und hat Pläne mit ihr. Aus ihrer Perspektive ist er natürlich ein unberechenbarer Feind, dem sie nicht vertrauen kann, schließlich wurde sie zu dieser Ehe gezwungen und ist auch keine aufrichtigen Menschen gewöhnt. Reid braucht sie zwar für seine eigenen Ziele, aber er ist ehrlich und versucht schon, ihr entgegenzukommen. Ich fand es schön, dass es zum Ende hin auch ein paar Kapitel aus seiner Perspektive gab. Die Magie hält sich eher in Grenzen, aber spielt trotzdem eine sehr große Rolle und hat mir auch gut gefallen. Auch mit der Liebesgeschichte bin ich sehr zufrieden, denn man kann Vaasas anfängliches Misstrauen sehr gut spüren und auch, wie sie sich langsam öffnet, während sie sich selbst entwickelt und ihre eigene Stärke entdeckt. Da Reid zum Hauptmann von Ikruria gewählt werden möchte, geht es auch viel um seinen Wahlkampf und daher auch um Politik, die sich aber hauptsächlich in persönlichen Beziehungen zu mächtigen Männern zeigt und wie man sich dem Volk gegenüber verhält, dadurch ist es sowohl persönlich als auch spannend zu lesen.

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