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streifi

Posted on 18.3.2025

Henni Bartholdy verliebt sich kurz nach dem Krieg in Ed, den Sohn der Arbeitgeber ihrer Mutter. Sie haben große Pläne, doch Henni wird schwanger und damit alleine gelassen. Als sie sich wieder erholt hat, wird sie Hebamme und beschließt Müttern, die nicht mehr weiterkönnen mit einer Babyklappe zu helfen. Für mich war dieses Buch leider eine Mogelpackung. Ich hatte ein Buch über die Geschichte der Babyklappe im Berlin der Nachkriegszeit erwartet. Bekommen habe ich aber die Geschichte von Henni und Ed, die durch Intrigen und Missverständnisse geprägt ist. Am Ende fand ich eigentlich weder Henni noch Ed wirklich sympathisch, bei beiden war mir dann doch zu viel Eigennutz im Spiel. Das Thema Babyklappe und die Betreuung der Schwangeren in Not blieb mir zu sehr im Hintergrund. Die zweite Zeitebene hätte ich gar nicht gebraucht. Hier sucht Liv nach ihrer Herkunft. Irgendwie war mir Liv unsympathisch. Sie wurde adoptiert, die Eltern sprechen nicht darüber. Und sie stößt gerade ihre Mutter immer wieder vor den Kopf und kann ihr nicht begreiflich machen, warum es für sie wichtig ist zu wissen, wo sie herkommt. Gleichzeitig wird die Mutter aber auch irgendwie seltsam dargestellt. Ich bin nicht dahinter gekommen, ob sie Liv adoptiert hat um ihr Image aufzupolieren, oder weil sie wirklich dringend Mutter sein wollte. Außerdem gab es keinerlei Nachwort, daher gehe ich davon aus, dass es hier auch keinerlei historische Zusammenhänge gibt. Was ich ziemlich schade finde, denn ich bin davon ausgegangen, dass hier zumindest die Grundlage der „Erfindung“ der Babyklappe einen historischen Hintergrund hatte. Von mir daher keine Leseempfehlung

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