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judithswoerteraufpapier

Posted on 16.3.2025

Mehr Schein als Sein? Warum das Buch nicht ganz überzeugen konnte... Kurzmeinung: Optisches Highlight, inhaltlich vorhersehbar & wenig fesselnd. Suspense-Aspekt blieb hinter Erwartungen zurück. Keine klare Leseempfehlung. Ein aufstrebender Hollywood-Star, ihr mysteriöser Bodyguard, der mehr mit ihrer Vergangenheit verknüpft ist, als sie ahnt, und bedrohliche Nachrichten – eine vielversprechende Ausgangslage, die nach Spannung pur klingt? Leider konnte Before the Sun Shatters meine Erwartungen nicht erfüllen. Before the Sun Shatters, der erste Band der Scandalous Secrets-Dilogie von Franka Neubauer, lockt mit einem ansprechenden Cover, einem vielversprechenden Suspense-Element und einer glamourösen Kulisse rund um Schauspielgeschäft in Hollywood. Doch konnte die Geschichte auch inhaltlich überzeugen? Leider blieb sie für mich hinter meinen Erwartungen zurück. Die Mischung aus Romantik und Spannung war unausgeglichen, einige Wendungen vorhersehbar, und besonders der Suspense-Aspekt konnte mich nicht mitreißen. Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Das Cover von Before the Sun Shatters ist ein wahrer Hingucker! Die harmonische Farbgebung, das moderne Design und die hochwertige Verarbeitung spiegeln perfekt die glamouröse Schauspiel-Welt wider, in die uns die Geschichte entführt. Besonders gelungen finde ich den Farbschnitt, der optisch nahtlos ins Cover übergeht. Für mich war Before the Sun Shatters das erste Buch von Franka Neubauer, und ihr Schreibstil konnte mich durchaus überzeugen. Sie kombiniert eine angenehme Leichtigkeit mit ernsthaften Themen und schafft es, die Dialoge authentisch wirken zu lassen. Zudem sind einzelne Kapitel aus der Sicht von Wyatt geschrieben, was mir gut gefallen hat – auch wenn diese Häppchen zu kurz waren, um eine wirkliche Balance zwischen den Perspektiven herzustellen. Unsere Protagonistin Loraine wird als facettenreiche, aber nicht immer nahbare Figur dargestellt. Ihr innerer Konflikt rund um ihre Vergangenheit und ihre Gefühle hätte durchaus Potential gehabt, doch ihr Verhalten wirkte oft unnötig verschlossen. Als Ich-Erzählerin hält sie zu viele Informationen zurück, sodass man sich als Leser:in distanziert fühlt, zudem werden ihre Gefühle und Gedanken nicht immer klar kommuniziert, erzeugen sollte, für mich aber eher die Authentizität der Geschichte beeinträchtigte. Wyatt hingegen ist der klassische, geheimnisvolle Bodyguard mit einer tragischen Vergangenheit, dessen Handlungen teilweise vorhersehbar waren. Dennoch fand ich seine Kapitel interessanter als die von Loraine. Die Nebencharaktere blieben leider recht klischeehaft gezeichnet und wirkten so negativ, dass ihre Rolle im "Suspense"-Plot schon früh sehr offensichtlich war. Obwohl das Buch als NewAdult-Suspense vermarktet wird, blieb der Spannungsaspekt weit hinter meinen Erwartungen zurück. Anfangs war ich neugierig darauf, wer hinter den anonymen Nachrichten steckt, doch mit der Zeit verlor sich das Interesse, weil die "Bedrohung" zu sporadisch eingebaut wurde. Zudem wurden viele Spannungselemente durch unlogische Details geschwächt: Warum gibt es in einer Villa, die einer Berühmtheit gehört, keine Überwachungskameras? Warum handelt Loraine in heiklen Situationen oft so unbedacht? Auch der große Twist um die Identität der "unbekannten Person" konnte mich nicht überraschen - es war zu vorhersehbar und wurde bereits zu früh, zu eindeutig angedeutet. Die Liebesgeschichte zwischen Loraine und Wyatt entwickelte sich mir zu abrupt. Wyatts Meinungswechsel zu bestimmten Ereignissen geschah sehr schnell, und insgesamt war die emotionale Entwicklung zwischen den beiden für mich nicht greifbar genug. Ich hätte mir mehr Raum für den Aufbau der Beziehung gewünscht, statt einer Dynamik, die sehr vorhersehbar war. abschließendes Fazit: Before the Sun Shatters war für mich eine solide, aber wenig mitreißende Lektüre; die Geschichte hatte defintiv Potential, welches leider nicht ausgeschöpft wurde. Optisch überzeugt das Buch auf ganzer Linie, doch inhaltlich blieb es hinter seinen Möglichkeiten zurück. Der Suspense-Aspekt konnte mich nicht packen, die Figuren waren nicht immer greifbar und die Liebesgeschichte blieb für mich eher blass. Die Vorhersehbarkeit der Handlung und die Konstruiertheit einiger Szenen nahmen mir viel von der potenziellen Spannung. Empfehlen würde ich das Buch Leser:innen, die sich nicht an einer vorhersehbaren Story stören und einfach eine leichte Hollywood-Romance mit ein wenig Thrill zwischendurch suchen. Wer jedoch auf eine fesselnde Mischung aus Romantik und Spannung hofft, könnte hier eher enttäuscht werden.

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