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Nicht wie erwartet Rebecca K. Reillys "Greta & Valdin" ist eine Hommage an das Chaos und die Absurdität des modernen Lebens. Die Geschwister Greta und Valdin navigieren durch das urbane Auckland, stolpern von einer Liebesenttäuschung zur nächsten und versuchen, sich selbst und ihre Identität in einem multikulturellen Familienkonstrukt zu begreifen. Reilly erschafft dabei eine Welt, die gleichermaßen schräg und berührend ist. Besonders beeindruckt hat mich der scharfsinnige Humor, der sich durch die gesamte Erzählung zieht. Die Dialoge sind pointiert, oft unerwartet und bringen eine Frische in die Geschichte, die viele Romane dieses Genres vermissen lassen. Auch die kulturelle Vielfalt der Figuren wird lebendig und nuanciert dargestellt, ohne sich in Klischees zu verlieren. Dennoch fällt es manchmal schwer, sich in der Vielzahl der Charaktere und Handlungsstränge zurechtzufinden. Einige Szenen wirken länger als notwendig, was den Lesefluss etwas bremst. Wer jedoch Geschichten liebt, die vor allem mit Vibes und authentischen Figuren überzeugen, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Fazit: "Greta & Valdin" ist ein cleverer, witziger und facettenreicher Roman, der die Themen Liebe, Familie und Selbstfindung mit Leichtigkeit und Tiefgang verbindet. Für Fans von unkonventionellen Charakteren und intelligentem Humor eine klare Empfehlung!