
Annabell95
Kronenmorde Nach zahlreichen persönlichen Schicksalsschlägen hat sich der Kriminalpsychologe Simon Dorn den Polizeidienst quittiert und sich in das leerstehende Hotel "Dornwald" in Bad Gastein zurückgezogen. Dort setzt er seine Arbeit fort. Er fängt an Zimmer um Zimmer in einen Schaukasten voll ungelöster Fälle zu verwandeln und dort weiter zu ermitteln. Seine einzige Verbindung zur Außenwelt ist Karla Hofbauer vom Cold Case Management des Bundeskriminalamt in Wien. Hofbauer wird während ihrer Ermittlungen in Hamburg ermordet und alles deutet auf einen Serientäter hin. Kriminalbeamtin Lea Wagner aus Wien folgt Hofbauers Spuren nach Bad Gastein und trifft als ungebetener Gast auf Dorn. Doch schnell ermitteln beide gemeinsam gegen einen Mörder, der keine Grenzen hat. "Dorn: Zimmer 103" ist der erste Fall für Simon Dorn und Lea Wagner. Anfangs fand ich es ein bisschen schwer in die Handlung reinzukommen. Die Schauplätze sowie die ermittelnden Personen haben hin und her gewechselt und es war mir nicht so klar wie das jeweils in den Fall hinein passt. Gefühlt wurde anfangs auch an fünf Enden mit den Ermittlungen angefangen und es wurde dann erst nach und nach verknüpft. Die Auflösung am Ende war solide. Sie war zwar schlüssig, aber dennoch etwas vorhersehbar. Mir fehlte da so ein bisschen der gewisse Überraschungseffekt. Nachdem ich mich dann in die Handlung richtig eingefunden hatte, nahm sie auch an Fahrt auf und wurde dann spannend und temporeich. Es gab einig unerwartete Wendungen und Überraschungen, aber dennoch fehlte mir noch der Kick und Nervenkitzel. Vor allem bei dem eigentlichen Showdown hätte ich das dann erwartet. Lea Wagner scheint eine ganz normale Kriminalbeamtin zu sein, zumindest konnte ich bei ihr noch keine Besonderheiten feststellen, die mich reizen würden. Aber Simon Dorn ist ein sehr interessanter Charakter und bislang für mich sehr undurchschaubar und ich bin neugierig, wie es mit ihm weitergeht. Mein Fazit: Es hat zwar ein wenig gebraucht bis ich mich in die Handlung einfinden konnte, aber dann wurde es spannend und temporeich, sodass ich wissen wollte wie es ausgeht. Ein bisschen mehr Nervenkitzel, vor allem im Showdown, wäre noch wünschenswert. Es hat noch ein wenig mehr Potenzial was aktuell noch nicht ganz ausgeschöpft worden ist, aber ich finde es so schon lesenswert.