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Chief Propaganda Officer

Posted on 9.3.2025

Rae, eine erfolgreiche Autorin von Krimis, erhält eine panische Nachricht aus ihrer alten Heimat in Schottland. Ihre Oma ist verschwunden, entführt! Da ihre Großmutter ständig wegfährt, ohne ein Handy mitzunehmen oder jemandem Bescheid zu sagen, macht sie sich noch keine großen Gedanken. Allerdings braucht sie ohnehin eine Auszeit, also fährt sie in den Ort, in dem ihre Großeltern sie aufgezogen haben und in dem sie seit 12 Jahren nicht mehr war, weil ... (An dieser Stelle wurde immer abgebrochen, weil es so geheim war, dass man gähnen musste. Aber kleiner Spoiler: Es ging um einen Kerl.) Eigentlich soll sie hier Ermittlungen anstellen, weil jemand, der Krimis schreibt, schließlich auch weiß, wie Polizeiarbeit funktioniert. (Noch ein Spoiler. Weiß man nicht.) Irgendwann stößt sie dann doch mal auf Ungereimtheiten ... Puh. So lange habe ich schon ewig nicht mehr für ein Buch gebraucht. Irgendwie wollte ich aber auch nicht abbrechen, weil ich dachte, es müsste doch mal was passieren. (Letzter Spoiler: tut es nicht.) Die Geschichte plätscherte endlos vor sich hin und obwohl wir fast alles aus Raes Perspektive erfahren, erfahren wir höchstens, dass sie dazu neigt, sich zu wiederholen. Und an einen Typen zu denken - Stichwort second chance. Besagten Typen hat sie übrigens vor 12 Jahren gegen einen 60 Jahre alten Mercedes-Oldtimer eingetauscht. Anfangs war ich empört, je mehr ich jenen kennenlernte, desto mehr war ich der Meinung, dass sie damit die bessere Wahl getroffen hat. Er war nicht mal eine red flag, nur genauso langweilig wie diese gesamte Geschichte. Warum sie in Schottland spielt, weiß man nicht. Es gab so viel schottisches Flair, dass das Ganze genauso gut in Hintertupfingen stattfinden könnte. Was diesem Buch gut getan hätte, wäre eine massive Kürzung und Straffung gewesen, dann hätte daraus vielleicht nicht Spannendes, aber doch Interessantes werden können.

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