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sursulapitschi

Posted on 8.3.2025

Wie man alle Grenzen sprengt Ein gutes Buch muss nicht gleichzeitig ein schönes Buch sein, dafür ist dieses Buch das beste Beispiel. Es ist furchtbar gut geschrieben und ganz, ganz schrecklich. Jara und Anto sind 15, beste Freundinnen und suchen ihren Platz im Leben. Dabei ist klar, dass sie alles wollen, was ihre Mütter nicht wollen, dass sie klarkommen, selbstständig sind, im Grunde erwachsen und machen können, was sie wollen. Die Grenzen muss man natürlich ausloten, aber das ist doch toll! Es ist ganz furchtbar, diesen beiden Mädchen zuzusehen, die sich in geradezu allem verstricken, was das Erwachsenwerden mit sich bringt. Mädchen oder Frau? Was muss man sich gefallen lassen? Muss man sich überhaupt gefallen lassen, was einem nicht gefällt oder weiß man erst, dass es nicht gefällt, wenn man es ausprobiert hat? Ist man cool, wenn man es nur spielt? Jara und Anto spielen mit Gefahren, als wäre es ein Sport und wenn was schiefgeht, lächeln sie. Als aber Anto unvermittelt von der Brücke in die Ruhr springt, vergeht Jara das Lächeln. Mascha Unterlehberg lässt einen einfühlsam in die Köpfe dieser Mädchen gucken und liefert zwar keine Antworten, aber Ideen. Man kann sie ein bisschen verstehen, manchmal, auch wenn nahezu alles was sie tun falsch ist. Man bekommt auch Ideen dazu, warum sie das tun könnten und auf jeden Fall fühlt man, wie schwer es sein kann, sich in die Rolle als Frau einzufinden und zu behaupten. Frauwerden ist nicht nur Erwachsenwerden.

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