
hapedah
Etwas langatmige Handlung, dennoch ein zufriedenstellendes Ende der Trilogie Für Quinn und Matilda geht es gerade sehr turbulent zu, neben den Vorbereitungen für den von Jeanne akribisch geplanten Schulball müssen sie sich um eine Truppe Schwarzalben kümmern, die aus dem Saum geflohen sind und sich nun in der Menschenwelt verbergen. Im Saum wurde das göttliche Orakel entführt, ehe Quinn und Jeanne sie in Sicherheit bringen konnten und die Freunde schmieden Pläne zu ihrer Rettung und dann ist da ja auch noch das Sternentorritual in dessen Vorfeld immer wieder Angriffe statt finden. Denn offenbar spielt Matilda für das Ritual eine größere Rolle, als bisher angenommen. "Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält" von Kerstin Gier ist der Abschlussband einer fantasievoll geschriebenen Trilogie, der mich allerdings nicht in dem selben Maße fesseln und begeistern konnte, wie seine beiden Vorgängerbände. Die Handlung ist durch alle drei Bücher fortlaufend erzählt, daher sehe ich es als unabdingbar an, die Serie in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Zu meiner Freude gab es dieses Mal am Buchanfang eine Zusammenfassung der vorangegangenen Ereignisse durch den knuffigen Wasserspeier-Dämon Baximilian Grimm, dennoch hatte ich später beim Lesen das Gefühl, mich emotional nicht wieder so ganz in die Geschichte hinein finden zu können. Die Protagonisten waren mir schon früher an ans Herz gewachsen, auch die Figuren in ihrem Umfeld fand ich wunderbar authentisch und originell dargestellt, in diesem Band hatten es mir besonders die beiden Kirchendamen und der gewitzte Pfarrer angetan, obwohl sie nicht all zu viel Raum in der Handlung eingenommen haben. Der Schreibstil war eingängig, wie ich es von der Autorin kenne und liebe, doch für meinen Geschmack zog sich das Leseerlebnis dennoch zu sehr in die Länge. Das mag daran liegen, dass es zu viele kleine Baustellen gab, ständig mussten sich Quinn und Matilda um etwas Anderes kümmern, wodurch sich die Spannung in meinen Augen etwas verzettelt hat. Auch die Szenen in den Traumkorridoren, die mich stark an eine andere Buchreihe erinnert haben, trugen für mich zur Langatmigkeit der Handlung bei. Gegen Ende nahmen die Ereignisse dann rasant an Fahrt auf und ich mochte den E-Reader nicht mehr aus der Hand legen, der Schluss hat mich wieder mit dem Roman versöhnt und zufrieden zurück gelassen, so dass ich insgesamt eine Leseempfehlung für diese Trilogie ausspreche. Fazit: Meiner Meinung nach war der Abschlussband der schwächste der Reihe, dennoch empfehle ich die farbenfroh geschriebenen Bücher gern weiter, schon der knuffige Dämon Bax verdient es, kennen gelernt zu werden.