
Harakiri
Donato Neri ist zurück – mit seinem schwersten Fall. In einem Zelt wird ein junges Paar erschossen und es gibt keinerlei Hinweise auf den Täter. Neri und seine neue Kollegin Romina Rosselli ermitteln fieberhaft, finden aber keine Spur. Als ein zweiter Mord geschieht, geraten die beiden unter Zugzwang – doch auch hier hat der Täter keine Spuren hinterlassen. Die Suche nach dem Mörder scheint aussichtslos, doch dann kommt ein Zufall den beiden zu Hilfe. Ich liebe Donato Neri vom ersten Band an und freue mich jedes Mal über einen neuen Band. Thiesler hat es wieder geschafft, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Kurze Kapitel verleiten dazu, immer noch ein weiteres lesen zu wollen. Und die haben es wirklich in sich. Besonders zu Anfang, als die Eltern ihre toten Kinder identifizieren müssen – hier hätte ich fast geweint, so intensiv waren die Szenen beschrieben und so gut konnte ich mich in alles einfühlen. Über große Strecken liest man von der Täterin, die gleich im ersten Kapitel auftritt. Mal etwas anderes, den Fall so aufzurollen, dass man den Täter schon kennt. Die Autorin ist bekannt für ihre spannenden und emotionalen Geschichten und schafft es auch in ihrem neuesten Buch wieder, eine dichte und packende Atmosphäre zu zaubern, die den Leser bis zur letzten Seite fesselt. Und über die musste ich fast schmunzeln. Neri und seine Frau Gabriella idyllisch am See und dann …. Die inneren Konflikte der Täterin zu lesen, war absolut fesselnd und Thiesler deckt die dunklen Geheimnisse hinter ihren Motiven erst langsam im Laufe der Geschichte auf. Hierbei bedient sie sich eines flüssigen Schreibstils und teilweise recht trockenen Aussagen. Ein Satz verändert manchmal die komplette Denkweise des Lesers – und das fand ich genial. Fazit: Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Ein Buch, das nachwirkt und ein Buch, das man so schnell nicht vergisst.