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le4

Posted on 23.2.2025

Die Welt ist untergegangen. Die letzte Bastion der Menschheit liegt auf einer kleinen utopischen Insel. Dort arbeiten alle Überlebenden und einige WissenschaftlerInnen zusammen. Alle Personen der Insel haben eine KI im Kopf, die sich mit ihnen unterhält und ihnen Informationen übermittelt. Eines Abends wird eine Wissenschaftlerin ermordet. Das Problem: Alle Erinnerungen der Bewohner an die Nacht wurden gelöscht. Noch schlimmer, die tödliche Nebelwand, die die Insel umgibt, kommt seit dem Mord immer näher. Es bleibt also nur sehr wenig Zeit, in der sich Emory, eine Freundin der Wissenschaftlerin, auf die Suche nach dem Schuldigen macht. Dieser Roman ist eine super spannende Mischung aus Scifi und Mystery, dabei hat mich der Scifi Aspekt besonders interessiert. Ich finde, dass der Aufbau sehr einzigartig und interessant ist. Die Ich-Perspektive ist aus der Sicht der künstlichen Intelligenz, die im Kopf jedes Einwohners der Insel ist. Zusätzlich dazu ist die Sicht der KI aber unzuverlässig. Sie teilt ihre Informationen nicht, da die Wissenschaftlerin, die gestorben ist, die einzige war, die ihr Befehle erteilen konnte. Auch der Aspekt, dass sich die Betroffenen nicht erinnern, macht die Situation wirklich spannend. Die potenziell Verdächtigen sind sich nicht sicher, ob sie es getan haben oder nicht. Außerdem kommt eine super spannende Perspektive rein, dadurch dass die Charaktere eigentlich in Frieden zum Wohl aller zusammenleben. Daher ist unsere Ermittlerin auch ziemlich arglos. Die Scifi Aspekte fand ich sehr gelungen. Mir hat gefallen, was sich im Laufe des Buches noch herausgestellt hat. Ich war echt gefesselt davon, was wir noch erfahren. An dieser Stelle muss ich leider meinen einzigen Kritikpunkt hervorheben. Das Mysterium fand ich jetzt nicht herausragend und übermäßig spannend. Aber da mich sowieso mehr der Scifi Aspekt gereizt hat, als der Krimi Aspekt, war es voll okay für mich. Im Buch setzt der Autor eine sehr interessante Kombination aus Genren zusammen, die ich sehr gelungen finde. Das Buch konnte mich fesseln und ich persönlich kann es wirklich nur empfehlen.

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