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Gilasbuecherstube

Posted on 21.2.2023

Während die Einwohner der Stadt Hansewall tagsüber Sol, der Göttin des Lichts dienen, herrscht nachts ein gefürchteter Dämon. Der Herr der Käfer und Herrscher der Dunkelheit versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Aurora, eine Priesterin des Lichts will die Stadt von diesem Dämon befreien und ist bereit, dafür nicht nur ihre große Liebe zu opfern, sondern auch ihr Leben. Doch als sie Stunden später auf dem Boot des Jungen Kaz erwacht, fehlt ihr jede Erinnerung. Sie weiß weder ihren Namen, noch was geschehen ist. Außer dem Jungen mit den grauen Sturmaugen traut sie niemandem und ist deshalb froh als er ihr bei der Suche nach ihrer Identität und der Wahrheit zur Seite steht. Doch man ist auf der Suche nach Aurora und ehe die beiden sich versehen, werden sie mitten in einem Kampf zwischen Licht und Dunkelheit gezogen und Aurora muss eine Entscheidung treffen. Für mich ist es das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Das wunderschöne Cover hat mich gleich begeistert und als auch der Klappentext eine spannende Fantasystory versprach, stand fest, dass ich es unbedingt lesen muss. Der Schreibstil von Caroline Brinkmann ist sehr locker und flüssig. Es fiel mir deshalb leicht in die Handlung einzutauchen. Wir verfolgen die Geschichte aus drei unterschiedlichen Perspektiven. Aus der Sicht von Aurora, bzw Juna, Kaz und der Undine Nyx. So erhalten wir von mehreren Seiten Einblicke in das Geschehen. Allerdings hat mir eine Sichtweise gefehlt und das ist Elian. Gleich zu Beginn hatte ich mit mit der Hauptprotagonistin schon etwas Probleme. Dabei geht es um die starke Veränderung der Persönlichkeit von Aurora. Als sie auf dem Boot von Kaz erwacht und nicht weiß, wer sie ist, gibt Kaz ihr den Namen Juna. Während Aurora zu Beginn als starke, sehr mutige und angstfreie Kriegerin agiert, ist Juna lange Zeit ein eher ängstliches und hilfloses Mädchen, die sich an Kaz klammert, sobald es Probleme gibt. An diesen Wechsel der Persönlichkeit musste ich mich erstmal gewöhnen. Eine richtig spannende Figur ist eigentlich Kaz. Er musste schon früh lernen, selbstständig zu leben. Auch Vertrauen zu anderen zu fassen, fiel ihm lange schwer, denn die meiste Zeit hat er alleine auf seinem Boot verbracht. Es hat mich etwas gestört, dass schon sehr früh sein Geheimnis gelüftet wurde. Ich denke, daraus hätte man etwas mehr machen können. Nicht so richtig mitreißen konnte mich auch die Liebesgeschichte. Das ging mir einfach zu schnell und ich konnte die Gefühle der beiden nicht nachvollziehen. Mein Lieblingsprotagonistin ist die Undine Nxy. Ihre Gedankengänge und spöttischen und sarkastischen Kommentare fand ich sehr witzig und die Kapitel aus ihrer Perspektive waren immer besonders unterhaltsam. Auch Violetta hat mir sehr gut gefallen. Es gibt keine ausschweifenden und bildgewaltigen Beschreibungen und die Autorin hat sich beim Worldbildung auf das Wesentliche konzentriert. In den meisten Storys gibt es nur eine weiße, gute Seite und eine schwarze, böse Seite. Hier ist mir jedoch positiv aufgefallen, dass die Autorin in der Geschichte die Farben neu gemischt und verschiedene Grautöne hinzugefügt hat, die die Handlung bereichern. Die Spannung ist während des ganzen Plots auf einem guten Level und unvorhersehbare Wendungen und Überraschungen sorgten dafür, dass es bis zum Ende so blieb. Auch wenn mir der Plot gut gefallen hat und es eine spannende Fantasystory ist, konnte „Aurora – Das Flüstern der Schatten“ mich leider nicht vollständig überzeugen. Ich bin mit den meisten Charakteren einfach nicht richtig warm geworden und am Ende ging mir alles etwas zu schnell. Deshalb es von mir 3, 5 Sterne

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