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ginnykatze

Posted on 2.8.2022

„Man muss mindestens einmal am Tag herzhaft lachen, damit es ein guter Tag ist.“ Apollonia und Agnes sind ganz allein unterwegs, denn sie müssen ihre Heimat verlassen. Auch wenn sie es nicht wollen, weil sie in Montbéliard geboren sind, sind sie hier nicht mehr sicher. So flüchten sie im Jahre 1607 und finden am Abend vor den Toren ihres Heimatortes ein Lager, hier wollen sie sich nur aufzuwärmen. Es ist aber nicht verlassen, denn hier wohnen Vaganten und als sie heimkommen sind sie gar nicht begeistert, die beiden Mädchen hier vorzufinden. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz, dürfen sie sich „der kleinen Familie“ anschließen und genießen nun ihre Freiheit. So kommt die kleine Gruppe nach Stuttgart und finden auch gleich Arbeit auf dem Schloss von Herzog Friedrich dem I. Sie beziehen sogar zwei Zimmer und fühlen sich sehr wohl. Leider bleibt ihnen das Glück nicht hold, denn Agnes belauscht ein Gespräch, dessen Tragweite sie nicht wirklich genau einschätzen kann. Was können sie tun und wem sollen sie von diesem unglaublichen Vorhaben berichten? Würde man ihnen überhaupt glauben? Doch dann geschieht das Unfassbare und plötzlich sind sie in Lebensgefahr. Zitat Kapitel 30: „Dabei hatte ihn schon seine Mutter als kleinen Jungen darauf hingewiesen, dass versäumte Augenblicke niemals wiederkommen, man aber ewig an sie denkt.“ Fazit: Mit „Der Glanz des Feuers“ schreibt die Autorin Deana Zinßmeister einen fiktiven historischen Roman der in Württemberg im Jahre 1607 angesiedelt ist. Ihr Schreibstil ist leicht und flüssig lesbar. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten in das Buch hineinzufinden, es wirkte auf mich gestelzt und eher langatmig. Doch nach wenigen Kapiteln wurde die Geschichte interessant und dann richtiggehend spannend. Es gelingt der Autorin mit den Charakteren das Buch lebendig werden zu lassen. Das hat mir gut gefallen, denn jede einzelne Figur ist so liebevoll und interessant beschrieben, dass ich sie direkt vor meinen Augen sehen konnte. Auch die Schilderungen der Umgebung, des Schlosses, des Armenviertels und auch der Geschehnisse lassen erkennen, dass Deana Zinßmeister in der Historie bewandert ist. Sie nimmt mich mit ins Jahr 1607 und fesselt mich nach kurzer Zeit dermaßen an ihren Roman, dass ich ihn nicht mehr aus der Hand legen kann. Von mir kommt hier eine klare Leseempfehlung und 5 verdiente Sterne. Auch wenn der Anfang etwas holperig ist, hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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