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merlin78

Posted on 8.7.2022

Kennt ihr bereits Werke von Autorin Helena Hunting? Vielleicht trefft ihr in ihrem neusten Werk „My One & Only“ auf ein paar bekannte Charaktere? Für Lavender war Kodiak immer ihr Rettungsanker. Seit ihrer Kindheit hat er ihr alles bedeutet. Doch heute ist alles anders. Heute ist er unausstehlich und benimmt sich ihr gegenüber launisch und abweisend. Lavender versucht ihr Herz zu schützen, doch gerät dabei immer mehr in einen Strudel aus Emotionen, die sie zu unterbinden versucht. Gibt es eine zweite Chance für Kodiak und sie? Helena Hunting ist bekannt für ihre romantischen zeitgleich aber auch humorvollen Werke. Hier hat sie sich allerdings mehr auf die tragische Komponente konzentriert, denn die Themen sind vielschichtig und ergreifend. Im Fokus dieser Geschichte steht Lavender, die mit sechs Jahren ein traumatisches Erlebnis gehabt hat. Das hat nicht nur ihre Welt auf den Kopf gestellt, sondern auch die ihrer Familie und vor allem Kodiaks. Er wurde damals zu ihrem Retter, denn er war der Einzige, der ihre Panikattacken bekämpfen konnte. Doch später haben sich die Dinge verändert und nachdem die Eltern interveniert haben, mussten sich Kodiak und Lavender räumlich trennen. Fünf Jahre später sind sie sich völlig fremd. Die Geschichte ist aufwühlend und sehr emotional. Hauptsächlich wir die Handlung aus Lavenders Sich beschrieben, weshalb es ganz leicht ist, zu ihr einen herrlichen Bezug aufzubauen. Doch auch Kodiaks Gedanken und Gefühle kommen nicht zu kurz. Die Autorin hat genau die richtige Mischung gefunden, um beiden Protagonisten Leben einzuhauchen und sie bildlich und facettenreich erscheinen zu lassen. Durch die dramatische Handlung ist die Erzählung fesselnd und mitreißend. Mich hat die Schriftstellerin bereits nach wenigen Seiten ganz in ihren Bann gezogen. Es war einfach perfekt, diese kindliche Dynamik und die spätere jugendliche Abneigung mitzuerleben. Von Anfang an bringt Helena Hunting die Dinge auf den Punkt und erzählt schonungslos offen und ehrlich, was den Protagonisten durch den Kopf geht. Mich hat das Buch wunderbar unterhalten, wenn es mir auch in manchen Passagen ein wenig zu sexuell aufgebauscht wirkte. Ohne diese ganzen Anspielungen und Hockeybunnys hätte mir das Werk auch gefallen. Doch das wertet diese wirklich ergreifende Geschichte ein wenig ab. Ansonsten bietet das Buch alles, was sich der Leser wünscht: es ist authentisch, herzlich und leidenschaftlich. Lavender und Kodiak sind zwei reizende Protagonisten, denen ich von Herzen nur das Beste gegönnt habe. Deshalb fällt es mir auch leicht, eine Leseempfehlung dafür auszusprechen.

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