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Buchstabenfestival

Posted on 5.6.2022

Dieses Buch überrascht und kann sich auch nicht wirklich entscheiden, ob es ein Krimi, ein Drama oder eine Naturgeschichte sein möchte. Muss man sich entscheiden? Nein. Es ist alles in einem. Manches bleibt dadurch leider etwas auf der Strecke, aber trotzdem hat es die Autorin geschafft, dass ich nach der Lektüre das Buch recht begeistert zugeklappt habe. Die ersten 100 Seiten haben mich leider zappeln lassen. Ich schwankte zwischen weiterlesen und abbrechen. Die Geschichte konnte mich nicht so richtig einfangen und mitziehen. Sie dümpelte so langsam durch die Seiten. Was sollte da noch kommen? Doch je älter das „Marschmädchen" wurde, desto interessanter wurde die ganze Geschichte. Die Naturbeschreibungen waren wunderbar (muss man jedoch mögen) und auch die detaillierten Lebensbedingen der Menschen waren interessant. Man sollte beim Lesen das Jahrzehnt im Auge behalten. Die politischen Begebenheiten und der Umgang miteinander haben ebenfalls Auswirkungen auf die Geschichte. So richtig gepackt hatte mich dann die Gerichtsverhandlung. Auch hatte ich mit diesem Ende nicht gerechnet, aber es passte gut zu der ganzen Geschichte. Insgesamt ein Buch, welches etwas mehr Aufmerksamkeit fordert, aber es lohnt sich durchzuhalten und den vielen tollen Naturbeschreibungen zu folgen. Das Marschmädchen Kya bleibt auf jeden Fall in Erinnerung.

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