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Merle

Posted on 8.12.2021

Vielen Dank an die Bloggerjury und den Bastei Lübbe Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Außerdem auch vielen Dank an Mainwunder für die tolle Bloggeraktion! Meine Meinung ist davon unabhängig. Lest ihr gerne Thriller? Ich auf jeden Fall! Egal ob Krimi oder Thriller, ich liebe es einfach, bei einem Fall mitzufiebern und mitzuraten. Deswegen fand ich die Bloggeraktion zu Teufelsnetz auch so ansprechend: 5 Blogger*innen waren als „Sonderermittlungsteam“ im Einsatz und haben Hinweise zum Fall gepostet. Im Buch selbst geht es nämlich auch um verschwundene Blogger*innen, die teilweise auch über verstecke Hinweise auf Social Media gesucht werden. Also wirklich ein großes Lob an die Beteiligten bei Bastei Lübbe, Mainwunder und die Bloggerjury für diese toll ausgedachte Aktion, und danke für das Rezensionsexemplar! Nun zum Buch. Leider hat es mir nicht so gut gefallen wie erhofft. Teufelsnetz ist der zweite Band um die finnische Ermittlerin Jessica Niemi, kann aber unabhängig vom ersten Band Hexenjäger gelesen werden. Ich hatte auch keine Probleme in das Buch einzusteigen. Zwar gab es immer wieder Anekdoten an Ereignisse des ersten Bandes, die wurden aber grob erklärt, sodass ich alles verstanden habe. Inhaltlich gehen die Ermittlungen kaum voran. Ein Großteil des Buches beschäftigt sich mit dem Privatleben des sechsköpfigen Ermittlerteams, und ehrlich gesagt hat es mich wenig interessiert, was für Probleme Jessica, Jussuf und Co. haben. Oder zumindest hat es mich nicht genug interessiert; gefühlt waren 2/3 des Buches über private Dinge und nur 1/3 über den Fall. Der Fall an sich war ganz okay. Es geht wie gesagt um zwei verschwundene Blogger*innen, die irgendwie im Zusammenhang mit einer ermordeten Frau in Manga-Schuluniform stehen. Die japanische Kultur, Mangas und Gewalt/Morde an Frauen sind wichtige Themen in diesem Buch. Ich hatte zwar eher mit einer „allgemeineren“ Lifestyle-Blog-Thematik gerechnet, aber konnte mich mit den Themen trotzdem anfreunden. Die Auflösung konnte mich auf jeden Fall überraschen. Mir war zwar klar, dass die verdächtige Person es nicht war, aber dem wirklichen Täter bin ich auch nicht auf die Schliche gekommen. Manche Schlussfolgerungen in den Ermittlungen wirkten auf mich allerdings auch willkürlich und nicht logisch: mir hat teilweise der rote Faden gefehlt. Deshalb gebe ich dem Buch Teufelsnetz 3 von 5 Sternen. Die Idee rund um die Blogger fand ich spannend, den Schreibstil angenehm. Aber das Privatleben des Ermittlerteams hat mir einfach zu viel Platz im Buch eingenommen und manche Ermittlungen waren für mich nicht nachvollziehbar.

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