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phantastische_fluchten

Posted on 7.11.2021

Auf dem Planeten »DAARK« tobt ein Bürgerkrieg zwischen den »Schürfern« und der Regierung. Die »Schürfer« graben unter den unmenschlichsten Bedingungen und für einen verachtenswerten Lohn nach dem Element Supralith, das für die interstellare Raumfahrt dringend benötigt wird. Und dieses Element ist nur auf »Daark« zu finden.Terval Grojin’nan hat in diesem Krieg gekämpft, wurde schwer verletzt, überlebte und hilft nun im Lazarett aus, in dem Verletzte beider Parteien behandelt werden. Für ihn ist der Krieg zu Ende, er hat zu viel Elend gesehen und versteht das Ansinnen der Schürfer, auch wenn er auf der Gegenseite gekämpft hat. Doch auch wenn für ihn der Krieg vorbei ist, hat die Regierung ihn nicht vergessen. Primus eins, Regent des ungastlichen Planeten, hat einen Spezialauftrag für Groj. Er soll einer »Person X« Geleitschutz auf dem Planeten geben und sie zu jedem gewünschten Ziel begleiten. Als diese »Person X« eintrifft entpuppt sie sich als hinreißend schöne Frau. Ihr Name ist Yeejzha und sie ist wesentlich mehr als eine normale Frau. Groj wird in Ereignisse verstrickt, die entweder zum Untergang oder zur Rettung des Planeten führen können. Kommentar: Der Planet »Daark« macht seinem Namen alle Ehre, er ist düster, dunkel und sehr bedrohlich. Neben sintflutartigen Regenfällen und Stürmen gibt es auch Steinregen, bei dem große Gesteinsbrocken vom Himmel fallen und alles unter sich zermalmen. Es ist kein Ort, an den man sich freiwillig begibt. Die Schürfer werden von der Regierung ausgebeutet und müssen unter lebensfeindlichen Bedingungen auf einem unwirtlichen Planeten arbeiten, während das »Supralith« wenigen Menschen großen Reichtum bringt. Zusätzlich zu den erschwerten Wetterbedingungen tauchen urplötzlich immer wieder gigantische Lebewesen auf, die ganze Siedlungen vernichten. Dazu kommen Krankheiten, für die es keine Medikamente gibt und an denen die Schürfer elend zugrunde gehen. Kurz gesagt: »Die Umwelt ist der Feind« Groj hat trotz der widrigen Umstände bisher überlebt, er scheint immun gegen die Krankheiten und somit ist er die beste Wahl als es darum geht, die junge Yeejhza zu begleiten. Groj merkt bald, dass hinter dem Auftrag mehr steckt, als ihm gesagt wird. Er ist allerdings schnell fasziniert von dieser Frau, die über ausgefallene Kampftechniken und großes Wissen verfügt. Was als einfacher Auftrag beginnt, wird zu einer gefahrvollen Reise quer über den Planeten auf der Suche nach…......... Mehr verrate ich nicht, erlest es euch selbst. Peter Scheerer schreibt gewohnt routiniert und fesselnd und der Leser taucht sofort in die Geschichte ein. Ich muss zugeben, dass mich die Grundstory ein bisschen ein »Arakis« erinnert hat. Ein unwirtlicher Planet, eine unterdrückte Bevölkerung und große Sandwürmer. Aber während es auf Arakis heiß ist und das Wasser knapp, ist »Daark« ein Planet, der in sintflutartigen Regenfällen ertrinkt, in dessen Dschungel kein durchkommen ist und alles, was der Mensch aufbaut, von der Natur schnellstens zurückerobert wird. Groj steht zwischen den Fronten und die Arbeit im Lazarett hilft ihm, sich über sich selbst klar zu werden. Er schließt Freundschaften und ist das erste Mal zufrieden mit seinem Leben. Als er allerdings mit Yeejzha unterwegs ist merkt, er, das er doch etwas vermisst hat. Vielleicht den»Kick«. Ich habe hin und her überlegt, wie ich den Inhalt des Buches zusammen fasse, auf den 267 Seiten verbirgt sich so viel mehr aber jedes Wort über Details wäre spoilern. Das Cover ist für meine Augen gigantisch. Ich habe zuerst zwei Drachen gesehen aber natürlich erinnern die Silhouetten eher an Monster wie Godzilla. Man könnte allerdings auch meinen, dass es eine Stadt ist, die in sich zusammenbricht. Alles passt zu diesem fesselnden Science Fiction Roman. Ich lese die Science Fiction Romane von Peter Scheerer gerne, weil er auf das übliche »Technogebabbel« verzichtet und die Geschichte absoluten Vorrang hat. Zwar gibt es auch hier Erklärungen zu dem sogenannten »Strom« aber sie sind verständlich und notwendig. Mir hat dieses Buch wieder sehr gut gefallen. Es ist mein sechstes Buch des Autors. Er wiederholt sich nie und wartet immer wieder mit neuen und überraschenden Ideen auf. Das kann man nicht von jedem Autor sagen.

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