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verswand

Posted on 10.8.2021

Freya Sampson schreibt über das, was wohl zu den liebsten Orten eines Buchliebhabers gehört: Die Bücherei. Doch daraus entwickelt sich schnell ein Albtraum, denn aufgrund von Kürzungen der Gelder sollen Bibliotheken in ganz County geschlossen werden. Auch die Chalcoter Bücherei steht auf der roten Liste, doch das können die Bibliothekarin June und die treuen Leser nicht zulassen! Die Handlung scheint auf den ersten Blick recht einfach zu sein, doch mehr Bedarf es auch gar nicht. Diese Geschichte ist nicht auf die Atemlosigkeit angewiesen, sondern lebt von einer Wohlfühlatmosphäre mit außergewöhnlichen Figuren, bei der keine der anderen gleicht. Sie alle verbindet das Zwischenmenschliche und auf den Zusammenhalt nicht nur der Angehörigen der Bibliothek, sondern der ganzen Stadt kommt es an. “Die letzte Bibliothek” ist eine sehr ruhige Geschichte, die doch an mancher Stelle die Emotionen hochkochen lässt. Besonders hat mir dabei Junes besonnene, bodenständige Art gefallen. Dieser liebevolle Mensch führt uns durch die Geschehnisse in Chalcot. Wie es in einer Bücherei sein muss, wird oftmals auch Bezug auf andere Bücher genommen. Vorwissen ist dafür nicht nötig, aber ich konnte dafür die ein oder andere Leseempfehlung für mich mitnehmen. Einen minimalen Abzug gibt es für ein Ereignis, dass der Leser sich im Groben schon vorher denken kann, da es für mich zu plump angedeutet wurde. Daraus hätte die Autorin auch geschickt eine Pointe erschaffen können. Fazit: “Die letzte Bibliothek” ist mit 4 ½ Sternen eine klare Leseempfehlung von mir. Wer eine Wohlfühlatmosphäre sucht und in einem Buch voll mit Büchern abtauchen möchte, wird hier auf seine Kosten kommen.

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