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Rebecca

Posted on 7.8.2021

Rezension: „Backstage in Seattle“ von Mina Mart Bei dieser Rezension handelt es sich um eine Abbruchrezension. Meine erste, um genau zu sein. Leider entsprach die Geschichte aus vielerlei Gründen nicht meinen Vorstellungen. Was genau mir Probleme bereitet hat, werde ich im weiteren Verlauf etwas genauer beschreiben. Buch-/Reihentitel und Coverdesign Das Cover ist in einer Vielzahl von lilafarbenen Abstufungen gehalten. Autor und Titel der Geschichte sind groß mittig platziert worden, während der „in Seattle“-Teil des Buchtitels in gelbgoldenen geschwungenen Buchstaben dargestellt worden ist. „Backstage in“ ist im Kontrast dazu in sehr hart konturierten und fettgedruckten Lettern geschrieben. Der Titel selbst weist mit „Backstage in Seattle“ meiner Meinung nach auf eine Geschichte in der Musikbranche hin; auch der Klappentext hat diese Vermutung gewissermaßen untermauert. „Backstage“ meint jegliche Abläufe, die vor einem Auftritt hinter der Bühne stattfinden, wo auch die Kabinen der Künstler, etc. sind. Auch „Meet&Greet“ finden meist Backstage statt. Charaktere, Schreibstil und Handlung Nachdem ich via Social Media erfahren hatte, dass Mina Mart ein Pseudonym der Autorin Nena Tramountani ist, war ich umso begeisterter zu sehen, dass es neben ihrer „Soho Love“-Reihe, die ich sehr gerne gelesen habe, noch weitere zeitnahe Veröffentlichungen aus ihrer Feder geben würde. Allerdings wusste ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht, dass die „Backstage“-Dilogie bereits 2017 mit anderen Covern und im Selfpublishing auf den Markt gekommen sind. Leider hatte bereits der Schreibstil von „Backstage in Seattle“ nichts mit dem zu tun, was ich bei Nena Tramountani so sehr geliebt habe. Es war regelrecht langweilig, denn die Seiten waren mit einer Menge Text gefüllt, der aber an Handlung nur sehr wenig herübergebracht hat. Zusätzlich waren die einzelnen Kapitel unglaublich lang und da der Schreibstil nicht sonderlich anspruchsvoll oder gar informativ gewesen ist, ließen sich die Seiten zwar sehr schnell lesen, ich wurde allerdings nicht von der Story mitgerissen, geschweige denn wollte man überhaupt weiterlesen. Die Geschichte wird in der ersten Person, in abwechselnden Sichtweisen der Protagonisten Eliza und Finn, erzählt. Diese Perspektive sorgt bei mir nahezu immer dafür, dass ich mich sehr gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen kann, um ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen zu verstehen. Bei „Backstage in Seattle“ konnte ich allerdings selbst nach knapp 170 Seiten weder die Protagonisten noch irgendwelche Nebencharaktere wirklich näher kennenlernen, was auch der Grund dafür ist, weshalb die Charakterbeschreibungen bei dieser Rezension wegfallen. Ich wüsste nicht, was ich über Eliza und Finn sagen sollte. Zusätzlich waren beide für mich sehr unsympathisch und zudem negativ behaftet in ihren Einstellungen und ihrem Verhalten. Ihre Handlungen waren teilweise recht skurril und verwirrend. Eliza hat sich mit ihren Taten ständig selbst widersprochen und Finn legte ein sehr penetrantes, stalkerähnliches, Verhalten an den Tag und konnte kein „Nein“ akzeptieren – egal ob es um zwischenmenschliche Interaktion oder einfache Unterhaltungen handelte. Dementsprechend konnte ich mich in keinen von beiden auch nur annähernd hineinversetzen, geschweige denn ihre Gründe nachvollziehen o.Ä. Wie bereits bei der Cover- und Titelbeschreibung erwähnt, erwartete ich eine Geschichte über Musik. In dem von mir gelesenen Teil existierte allerdings nur eine einzige Szene, die einen Auftritt in einer Bar schilderte. Ansonsten hatte die Geschichte kaum etwas mit Musik zu tun, geschweige denn dass sie ein Rockstar-Feeling hervorrufen konnte. Aus all diesen genannten Gründen musste ich „Backstage in Seattle“ leider nach knapp 170 Seiten abbrechen, denn für mich hat leider nichts gepasst. Es war eine einzige Quälerei für mich. Meine Gedanken zum Buch beziehen sich dementsprechend nur auf einen Teil der Geschichte. Fazit „Backstage in Seattle“ ist das erste Buch seit Jahren, dass ich mal wieder abgebrochen habe. Nach etwa einem Viertel der Geschichte habe ich aufgegeben, denn für mich hat leider überhaupt nichts gepasst. Es war schockierend langweilig, hat mich frustriert und enttäuscht zurückgelassen, denn ich hatte absolut anderes erwartet. Bewertung: 1  von 5 Sternen

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