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angiewndrlnd

Posted on 20.7.2021

Realistisch, Emotional, mitreißend Heute gibt es eine Rezension zu “Erzähl mir vom Glück” von der Autorin Belinda Benna. Es ist der erste Teil der Glücks-Dilogie, ein Buch über das Verfolgen seiner Träume, das große Glück und die allesentscheidende Liebe. Teil 2 “Zeig mir deinen Himmel” erscheint am 03. September 2021 und kann bereits vorbestellt werden. In den Tagen und Wochen nach dem Tod ihres Opas kümmert sich Marie um ihre Oma und gemeinsam schwelgen sie in gemeinsamen Zeiten. Bis ihre Oma plötzlich von alten Erinnerungen erzählt, in den sie noch viele Dinge mit Opa geplant hatten, aber auf später verlegt wurden und nun nie mehr stattfinden können. Dass es für “später” irgendwann einmal zu spät sein kann, erweckt etwas in Marie, woraufhin sie das Beste aus sich machen will. Ihr erster Schritt ist es, ihren Job zu kündigen, in dem sie nie richtig glücklich war. Doch anstatt Glück erwartet sie nach und nach ein tiefes Loch, sie verliert sich immer mehr. Und auch die gemeinsamen Ziele und Träume mit ihrem Freund Lukas verschwinden. Finanzielle Sicherheit? Liebe? Träume? Glück? Was ist wirklich das Wichtigste im Leben? Was bei vielen Büchern nicht der Fall ist, ist das die Protagonisten nicht authentisch, sondern “perfekt” sind. Aber bei Marie und Lukas ist es genau das Gegenteil. Die Probleme und Herausforderungen der beiden, sowohl privat als auch beruflich, betreffen täglich sehr viele Menschen. Wer war nicht mindestens einmal fast soweit alles hinzuschmeißen, weil man an einem Punkt war, nicht mehr weiter machen zu können. Viele üben den Beruf zur finanziellen Sicherheit aus und nicht, weil sie Freude daran haben. Genau deshalb sind Marie und ihre Reaktionen so glaubwürdig. Ab einem Moment geht es nicht mehr und man handelt zu rational. Sie will sich und ihr Glück finden und das erst mal ohne sich vorher darüber Gedanken zu machen. Leider bleibt das glücklich sein aus und Marie verliert sich immer mehr. Für Lukas ist einfach die Arbeit hinschmeißen keine Option. Er braucht die ständige Kontrolle, will die gemeinsamen Ziele unbedingt erreichen. Und auch er ist durch seine vielen Kanten und Ecken sehr authentisch und seine Fehler machen ihn “greifbar”. Auch wenn beide versuchen, auf die Bedürfnisse des jeweils andere einzugehen und versuchen, Rücksicht auf die aktuelle Lage zu nehmen, fällt es ihnen schwer, sich wirklich zu öffnen, sie kommunizieren nicht ehrlich miteinander. Und den innerlichen Kampf der beiden Protagonisten kann der Leser in den abwechselnden Sichten in den Kapiteln spüren. Die Autorin hat einen detailreichen und bildhaften Schreibstil, der genau das übermittelt, was vermittelt werden soll. Und trotzdem hat der Leser genug Freiraum, um sich seine eigenen Gedanken davon zu machen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und man merkt nicht, wie man immer weiter in die Geschichte eintaucht und wie sehr man sie sich zu Herzen nimmt. Denn “Erzähl mir vom Glück” ist kein gewöhnlicher Liebesroman mit seinen paar Höhen und Tiefen. Nein, er ist viel mehr als das. Schon während dem lesen beginnt man nachzudenken und das bleibt auch nach dem lese so. Denn das Buch handelt von dem verfolgen seiner Träume, die Suche nach sich selbst und seinem Glück. Es rüttelt einen auch ein wenig wach. Ich glaube das “Später” einer meiner meistgenutzten Wörter im Alltag ist. Ob es die Arbeit ist, für die ich momentan keinen Kopf und Kraft habe, ob es Sachen und Entscheidungen sind, die mir angst machen oder Dinge, vor denen ich fürchte danach für immer Abschied zunehmen. Aber irgendwann ist es für später einfach zu spät. Das Leben ist nun mal eine Achterbahnfahrt, nach jedem tief kommt auch wieder ein hoch – auch wenn es mal etwas länger dauert. Für mich ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung, vor allem wenn ihr authentische unperfekt perfekte Protagonisten liebt – auch wenn nicht, empfehle ich es auch sehr. Es begeistert und fesselt einen von Seite 1. Danke, dass ich das Buch lesen durfte!

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