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maskedbookblogger

Posted on 17.6.2021

Eine versunkene Stadt erwacht. Der Stadt Galesburg ist leider vor 100 Jahren ein schreckliches Schicksal widerfahren. Ein Stausee hat damals die Stadt überflutet, sodass sich das überflutete Dorf zurzeit unter den tiefen, stillen Wassern des Stausees befindet. Die Nachfahren der damaligen Bewohner leben immer noch an den Ufern des Sees. Jetzt 100 Jahre später droht die wahre Geschichte über die Tragödie an das Tagelicht zu kommen. Ein schreckliches Geheimnis wird offenbart, welches die Menschen in Angst und Schrecken versetzen kann. Stephen King kommentierte dieses Buch mit den Wörtern „Ein großartiger Horror-Roman“, sodass ich dieses Buch mit sehr viel Neugier und Erwartungen angefangen habe zu lesen. Und ja ich muss sagen, der Anfang dieses Buches sich als sehr stark erweist. Unterschwellig tauchen einzelne Horror-Elemente auf, die sich teilweise in eine surreale Richtung bewegen. Diese sorgen meines Erachtens nach für den perfekten Nervenkitzel. Zudem lässt uns der Autor in die Tiefen der Abgründe der Menschen schauen, indem er Figuren mit recht anti-heldenhaften Charaktereigenschaften zeichnet. Dies fand ich sehr stark, sodass mich das Buch von Anfang an gut unterhalten konnte. Doch irgendwann dann kurz vor der Hälfte konnte mich das Buch nicht mehr so begeistern. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Handlung sehr zieht und nichts Aufregendes mehr passiert. Es ging auf jeden Fall dann schleppend voran und das fand ich persönlich schade. Dennoch kriegte kurz vor dem Finale der Roman (letztes Viertel) die Kurve und wurde wieder interessant. Folglich kann ich behaupten, dass meiner Ansicht nach, der Autor in diesem Buch einen hervorragenden Anfang sowie Schluss entwirft, jedoch der Hauptteil des Buches semi-gut ist. Die Horror-Elemente passen sich somit der Spannung an und kommen zu Anfang und am Ende gut zur Geltung. Zu den Figuren kann ich sagen, dass man diese im Großen und Ganzen gut kennenlernen durfte. Sie weisen jetzt nicht die tiefgründigste Darstellung auf, jedoch werden sie gut in Szene gesetzt. Meiner Ansicht sticht die Figur Aaron am meisten positiv hervor, da dieser am greifbarsten war. Ihn konnte man von unterschiedlichen Seiten kennenlernen, was positiv zu bewerten wäre. Die weiteren Figuren ergänzen die Geschichte gut. Fazit: Ich gehe mal wieder mit gemischten Gefühlen aus einem Buch heraus. Obwohl der Anfang und das Ende richtig stark waren, tat ich mich mit dem zähen Hauptteil recht schwer. Dennoch denke ich, dass es sich lohnt, sich durch dieses Buch durchzukämpfen. Dieser Roman ist wirklich mal “anders“. Dem Autor ist es auf jeden Fall gelungen, dass ich an manchen Stellen im Buch Gänsehaut bekam! Deswegen bewerte ich diesen Roman mit vier Sternen –Tendenz nach unten.

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