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SasaRay

Posted on 24.5.2021

Nah. Schonunglos. Fordernd. . Leseerlebnis : Dies ist der Folgeband zu "Die andere Seite von Schwarz" und ist nicht unabhängig lesbar! Wie auch beim Vorgänger wird "Die Aussicht auf BUNT" im Prolog durch die Erzählerin begonnen, die auch im Verlauf ab und an wieder auftaucht und die Geschichte von außen betrachtet. Im Prolog tritt sie in den Dialog mit Ian. Man spürt man die Zuneigung der Erzählerin zu den beiden Protagonisten Ian und Alexa deutlich. Danach wird die Handlung weiter von außen erzählt, wobei der Fokus am mehr bei Ian und mal mehr bei Alexa liegt. Inzwischen sind sie eine kleine Familie geworden und kämpfen nicht nur mit bestehenden sondern eben auch mit den Problemen, die ein Alltag mit einem Baby bringt. Man darf sehr tiefe Einblicke in das Leben der beiden bzw drei werfen und kann unvermittelt hinter die Kulissen schauen. Der immerwährende Kampf Ians mit seinen Depressionen ist sehr präsent und fordert die kleine Familie auch immer wieder. Auch die Dämonen der Vergangenheit geben keine Ruhe und rütteln stets an jeglicher versucht herbeigeführter Ruhe. Dieses Buch fordert den Leser, es lässt einen nicht kalt und vor allem wühlt es einen auf. Es ist oft sehr bedrückend und belastend und trotzdem ist gerade deshalb unheimlich wichtig. Depressionen dürfen kein Tabuthema bleiben. Mirjam Wicki schafft es darüber zu schreiben ohne dabei nur an der Oberfläche zu kratzen, sondern auch die Krankheit mit all ihren Schrecken zu dokumentieren, ohne dabei zu verharmlosen oder zu weit abzuschweifen. Fazit : Ein wundervoller Schluss für die beiden liebgewonnen Protas und ein traumhafter Aufbruch in etwas Neues.

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