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Neverland3r

Posted on 13.5.2021

Spoilerwarnung. Es handelt sich hierbei um einen Folgeband! Nach dem schlimmen Ende von Band 2 konnte ich es kaum erwarten, den 3. Band zu lesen. Das Buch begann direkt an der Spitze des Spannungsbogens. Nachdem Lyall am Ende von Band 2 verhaftet wurde, muss Kenzie erstmal verdauen, was da eigentlich passiert ist. Sie weiß genau, dass Lyall die vorgeworfene Tat nicht begangen hat, trotzdem sprechen alle Anzeichen dagegen. Kenzie war mir in diesem Band wieder sehr sympathisch. Man merkt, dass sie sich für die Leute, die sie liebt, ins Zeug legt und alles für sie tun würde. Allerdings war ihr Charakter ein wenig platt während der Geschichte. Es gab ein, zwei Szenen, wo ich sie richtig gefeiert habe, aber manchmal konnte ich auch nur den Kopf schütteln. Lyall fand ich auf der einen Seite echt toll. Er ist ein Charakter, der Gefühle zulässt und zeigt. Eine Szene von ihm hat mir die Tränen in die Augen getrieben, weil ich so mit ihm gefühlt habe. Andererseits hat er jeden von sich weggeschubst und wollte alles mit sich selbst ausmachen, was mir nicht ganz so gut gefallen hat. In diesem Band lernen wir nicht nur altbekannte Charakatere besser, sondern auch neue kennen. Finlay und Edina haben dem Buch eine weitere Seite gegeben; die Dialoge mit und von den beiden habe ich immer sehr genossen. Finlay ist mir immer weiter ans Herz gewachsen und tatsächlich einer meiner liebsten Charaktere geworden. Die neu eingeführte Person hatte mir leider zu wenig „Screen Play“. Da hätte ich mir gewünscht, mehr zu erfahren. Insgesamt fand ich das Buch eher eintönig. Es befasst sich 90% der Zeit mit dem Verfahren von Lyall. Am Anfang war es noch sehr spannend, doch im Laufe der Zeit verlor es diese. Das einzige, was die Stimmung gerettet hat, waren Dialoge oder eine Handlung von Kenzie gegen Ende des Buches. Ich hätte mir gewünscht, dass das Verfahren etwas kürzer verlaufen und dafür das Ende ausführlicher beschrieben wäre. In dieser Hinsicht habe ich noch Fragen beziehungsweise Ideen, was noch hätte passieren können. Wie auch bei den Vorgängern kam ich sehr gut durch die Geschichte, denn der Schreibstil war locker und die Spannung und Neugier taten den Rest. Es war schön, wieder in Schottland zu sein, obwohl man nicht so viel davon mitbekommen hat. Was ich besonders schade fand, war, dass Kenzies Familie komplett in den Hintergrund gerückt ist und teilweise nicht ganz nachvollziehbar war. Ich habe die schwesterlichen Gespräche sehr vermisst. Obwohl die Geschichte abwechslungslos war, im Verhältnis zu den Vorgängern, gab es doch einige Stellen, die sehr emotional waren. Durch diese Stellen habe ich die ein oder andere Träne verdrückt und diese Stellen (meist herbeigeführt durch Finlay und/oder Edina) sind es gewesen, die das Buch für mich gerettet haben. Das Finale der „Don’t love me“ – Reihe bekommt von mir 4/5 Sternen.

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