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Matzbach

Posted on 1.5.2021

Mit "Bretonisch mit Aussicht" hat Gabriela Kasperski einen würdigen Nachfolger von "Bretonisch mit Meerblick" geschrieben. Die in Camaret-sur-meer angekommene Buchhändlerin Tereza Berger findet am Strand die Leiche eines ehemaligen Marineadmirals, der demnächst wegen seiner Verdienste für die Bretagne geehrt werden sollte, wozu auch eine Fernsehübertragung geplant ist. Da sich ein bekannter Star dazu angesagt hat, bleibt man bei dieser Planung, doch ausgerechnet bei einem Essen, für das Tereza verantwortlich ist, werden die Teilnehmer, darunter die Fernsehcrew, mit einer Fischsuppe vergiftet. Tereza, gerät selbst kurzzeitig unter Tatverdacht, aber schwerer wiegt das Verschwinden einer ihr befreundeten Nonne, die zunehmend in den Fokus der Ermittlungen gerät. Aus Sorge um sie und um sie zu entlasten, unternimmt die Buchhändlerin Nachforschungen, die sie mal gegen, mal mit Unterstützung der Polizei führt, zu deren Leiter Gabriel Mahon sie ein etwas eigenartiges Verhältnis hat.Ihre Ermittlungsarbeit führt Tereza weit in die Kunstwelt und in die Vergangenheit zurück, die ein unerwartetes Licht auf die aktuellen Vorfälle wirft, wobei sie selbst und ihre Freund in lebensgefahr geraten. Wie schon im Vorgängerroman überzeugt Frau Kasperki mit einer sympathischen, manchmal etwas eigenwillig wirkenden Protagonistin, die sich ihren Platz in der kleinen Welt des Fischerstädchens erkämpft hat. Im Nachwort wird dann ein weiterer Band angekündigt, für den die Aufklärung einer Nebenhandlung, der bereits im ersten Band beginnenden versuchten Verscheuchung Terezas, angekündigt ist. Grundsätzlich finde ich das löblich, da einige Autoren solche Nebenhandlungen überziehen (s. die Nyström-Forss-Reihe von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson, deren Lektüre ich deswegen eingestellt habe), hoffe aber, dass damit die Reihe dennoch nicht schoion ihr Ende findet.

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