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meinzeilentraum

Posted on 12.3.2021

Auf Amazon wird das Buch so beschrieben: „Der New-York-Times-Bestseller: spannend, actionreich und witzig“ Fand ich es spannend? Es ging… für ein Jugendbuch vielleicht, aber mir fehlte noch ein wenig Würze War es actionreich? Definitiv! Es kam selten Langeweile auf War Humor vorhanden? Ja :) Ich musste auch des Öfteren schmunzeln, weil einer der Charaktere einen witzigen Spruch gebracht hatte „Aurora erwacht“ war für mich definitiv kein schlechtes Buch, aber es war für mich auch nicht das Highlight, auf das alle hingefiebert haben. Ich bin 28 Jahre alt und merke immer wieder bei Jugendbüchern, dass diese eben für jene Altersgruppe geschrieben wurden – für Jugendliche wäre dieses Buch wahrscheinlich ein „Highlight“, aber mir hat etwas gefehlt. Der Schreibstil der beiden Autoren war super – angenehm, flüssig und man kam schnell durch die Geschichte. Sie haben in diesem Buch eine komplett neue Welt geschaffen und ich muss sagen, dass ich schon so meine Schwierigkeiten hatte, alle Arten von Legionären im Kopf zu behalten und dem Setting entsprechend wurde auch immer wieder auf den Weltraum und seine Eigenschaften eingegangen – fand ich etwas schwierig. Manchmal war mir das Buch dann doch etwas zu „hoch“, also ich habe manchmal wirklich kurze Passagen übersprungen, weil ich eh nicht verstanden habe, was dort beschrieben wird. Sowas finde ich immer sehr schade… Das ist auch der Faktor, der mich bei High Fantasy oder Sci-Fi Büchern abschreckt – es ist eine komplett andere Welt mit eigenen Begriffen usw., bis man da erstmal durchblickt, dauerts eine Weile… bei „Aurora erwacht“ hatte ich aber nie den kompletten Durchblick wie ich ihn zB bei „Neon Birds“ von Marie Graßhoff hatte. Dort gab es auch viel Input, aber trotzdem kam ich dort besser mit der Welt und den Gruppen zurecht als in diesem Buch. Da halfen auch die immer wiederkehrenden kurzen Erklärungen nichts, die im ganzen Buch vorkamen. Dort wurden dann noch einmal die einzelnen Gruppen von Legionären erklärt, aber irgendwie konnte es mich nicht erreichen. Tylers Truppe an sich fand ich - bis auf Cat – genial. Man hat einfach diesen Haufen von sehr individuellen Persönlichkeiten und das Buch wird auch aus allen Sichten erzählt, was es interessant machte. Tyler fand ich bis zur Hälfte des Buches sehr überkorrekt, mir tat es in der Seele weh, als er Aurora einfach ausliefern wollte, da hatte er ganz schnell tausende von Minuspunkten bei mir eingeheimst. Er kannte sie nicht und was sie erzählte, ging über sein Vorstellungsvermögen hinaus, aber ich fand sie und ihre Visionen schon sehr überzeugend und hätte definitiv eine andere Entscheidung getroffen als er. Cats Charakter war ein Paradebeispiel dafür, was ich in Büchern nicht mag. Wenn Charaktere neuen Leuten gegenüber so skeptisch sind, dass sie sie ausgrenzen und und und… Wahrscheinlich sollte die Wendung am Ende dazu dienen, ihre vorherige Verhaltensweise Aurora gegenüber noch irgendwie wettzumachen, aber da war es für mich schon zu spät. Aurora selbst fand ich ganz gut, man konnte ihre Verzweiflung und Ängste definitiv nachvollziehen, mir wäre es nicht anders gegangen. Sie tat mir unheimlich leid, vor allem weil sie es zu Beginn auch so schwer hat mit der Crew. Als alle nach und nach auftauen und über ihren Tellerrand blicken, war ich erleichtert, denn nun hatte Aurora es auch endlich leichter, in dieser Welt Fuß zu fassen. Generell entwickelt sich jeder aus Tylers Team im Verlaufe des Buches weiter – sie erweitern ihre Horizonte, gehen Risiken ein, vertrauen Aurora und stürzen sich ins Ungewisse. Das machte sie mir alle (bis auf Cat) sympathischer :) Doch worauf das Ganze hinauslief… die Auflösung, weshalb Octavia III als Sperrgebiet galt und weshalb Aurora diese Kräfte hatte, das war mir dann doch zu abgedreht sorry :/ Also mich konnte diese Auflösung nicht überzeugen, weshalb ich etwas enttäuscht bin und dem Buch auch nur 3,5 von 5 Sternen gebe. Das Buch hatte Humor. Es hatte viel Action. Die Charaktere haben sich weiterentwickelt. Der Schreibstil war flüssig. Aber diese Auflösung… nee. Deshalb würde ich zum Schluss über „Aurora erwacht“ folgendes sagen – es ist ein gutes, actionreiches und humorvolles Buch mit interessanten Charakteren, jedoch konnte es mich mit seiner Auflösung nicht abholen und zudem fand ich es teilweise schwer verständlich oder auch zu komplex.

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