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prisonerinbooks

Posted on 14.2.2021

Schreibstil: Den Schreibstil habe ich geliebt, man kam so gut durch die Seiten und man hat die Gefühle der Charaktere selbst gespürt. Die Autorin hat so flüssig von Gegenwart zu Vergangenheit hin und her gewechselt, dass man es gefühlt kaum bemerkt und den Lesefluss nicht gestört hat. Generell die Gestaltung von dem Buch hat mir sehr gefallen, da die Emails und Playlists das Ganze nochmal echter haben wirken lassen. Charaktere: Emmie ist eine eher in sich eingekehrte und Stille Person. Sie überdenkt sich die Sachen, die sie in dem Moment tun möchte, erstmal so lange, bis der Moment auch schon vorbei ist, jedoch konnte ich mich in dem Punkt sehr in die hineinversetzen, weshalb es sie authentischer hat wirken lassen. In der Freundschaft mit Lucas hat Emmie wirklich alles gesteckt, was vor allem daran gelegen hat, dass sie niemanden anderes hatte außer ihn und dass seit ihrer Kindheit. Trotzdem hat sie sich viel zu viel über sie ergehen lassen, sodass Lucas ihre Taten als selbstverständlich gesehen hat. Jedoch hat man bei ihr eine große Entwicklung bemerkt, da sie am Ende gefühlt eine andere Person war als am Anfang. Lucas mochte ich am Anfang an echt gerne, jedoch ging es im Laufe der Geschichte bergab. Vor allem hat mir der Vergangenheits-Lucas mehr gefallen als der Gegenwarts-Lucas. Auf Grund einer gewissen Sache, die das ganze Buch überdauert, ist er sehr beschäftigt und hatte kaum Zeit, jedoch war das irgendwie immer seine Begründung, entweder diese Sache oder seine Arbeit und nach einer Zeit hat es nicht mehr wirklich glaubwürdig geklungen. Generell hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass er egoistisch ist, da er seine Beste Freundin (Emmie) nicht mal kurz zur Fähre bringen konnte, obwohl das nicht wirklich zeitaufwendig war. Er ist einfach eine Person, die eher nimmt als gibt und das hat ihn nicht wirklich sympathisch gemacht. Und die Sache am Ende ging gar nicht, zwar hat er seine Fehler eingestanden etc., was ihn aber für mich nicht unbedingt gerettet hat. Das mit Elliot und mir war am Anfang erstmals eine Hass-Liebe, da ich ihn wegen einigen Sachen am liebsten gegen die Wand geschleudert hätte, dann wiederrum war er auch so liebevoll. Zum Ende hin hat sich der Hass verflüchtigt, weil Sachen ans Licht kamen und ich so keinen Grund mehr hatte ihn zu hassen. Er ist von der Person her so liebevoll und kümmert sich um seine Mitmenschen, jedoch braucht man ein bisschen, um ihn deuten zu können und irgendwie hat er auf mich den Eindruck eines Goodboys. Handlung: Vorab möchte ich sagen, dass ich erwartet habe das Gleiche oder etwas Ähnliches wie “Nächstes Jahr am selben Tag“ zu lesen, da es von der Idee her sehr ähnlich klingt, was jedoch nicht der Fall war. Am Anfang brauchte ich erstmal einige Kapitel, um in das Buch reinzukommen und danach wollte ich eigentlich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das ganze Buch hatte irgendwie so eine Spannung, sodass ich immer weiterlesen wollte, obwohl die Handlungen teilweise sehr vorhersehbar war und das Ende eigentlich klar war. Nichtsdestotrotz kamen einige Sachen unerwartet und haben mich dann umso mehr überrascht. Ebenfalls hatte ich auch nie das Gefühl, dass es zu schnell zwischen irgendwem oder sonst was war. Man hat Einblicke in die Vergangenheit bekommen, sodass man einige Dinge noch besser verstehen oder nachvollziehen konnte, auch das kurze Kapitel am Ende fand ich irgendwie schön zu lesen. Klar gab es viele Stellen, wo es mir dann ZU kitschig und süß wurde, aber was möchte man von einem Valentinstag-Roman erwarten? Es gab ebenfalls einige ernstere Themen, die mir aber zu wenig thematisiert wurden und es schien so, als hätte man diese nur reingenommen, um dem Buch etwas Tiefe zu verleihen. Fazit: Schöner Liebesroman passend zum Valentinstag und für einfach mal für Zwischendurchlesen. Ich hätte mir bei einigen Themen gerne mehr Tiefe gewünscht, aber ansonsten war das Buch sehr gut. Ich vergebe 4,5/5 Sternen. Das Buch bleibt definitiv nicht das letzte der Autorin.

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