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Lena (my.life.in.a.book.blog)

Posted on 29.1.2021

Als Azalée nach dem Tod ihrer Mutter zurück in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ahnt sie nicht, dass sie auf den attraktiven Eden treffen würde, der zufälligerweise nun ihr Nachbar ist. Eden bringt sie zum Lachen, teilt ihre Liebe zur Musik und allen voran bringt er ihren Vorsatz, sich nie wieder zu verlieben, ins Wanken. Doch beide haben Geheimnisse. Geheimnisse, die ihre gerade erst keimende Liebe vernichten könnten… Ich habe bereits Never Too Close und Never Too Late von der Autorin gelesen, weswegen ich sehr auf das Buch gespannt war. Der Schreibstil war unglaublich süchtig machend, fast wie ein Sog und es war so schwer, sich von dem Buch loszureißen, um irgendetwas Produktives zu tun. Diese Geschichte wurde so authentisch und emotional erzählt und ich konnte gar nicht anders, als mich in diese Geschichte und ihre Charaktere zu verlieben. Azalée bzw. Aze musste in ihrem Leben so einiges durchmachen. Viele Erfahrungen haben sie negativ geprägt, weswegen es ihr sehr schwer fällt, Menschen in ihr Leben zu lassen und vor allem ihnen zu vertrauen. Als die Eden begegnet, ist sie dabei, nach und nach ihre Vorsätze in den Wind zu schießen, da ihr bisher kein Mann so sehr unter die Haut gegangen ist wie dieser hier. Eden hat es sich in den Kopf gesetzt, Aze besser kennenlernen, doch kann er auch mit der Dunkelheit in ihrem Herzen umgehen oder wird auch er von den Schatten gänzlich verschluckt? Die Nebencharaktere haben mir super gefallen! Es war einfach echt und ich habe mich sofort mit dieser Truppe verbunden gefühlt. Die Geschichte war gar nicht so vorhersehbar, wie ich anfangs angenommen hatte. Tatsächlich sind einige Dinge passiert, mit denen ich nicht gerechnet habe und die mich daher unvorbereitet erwischt haben. Die Storyline war wirklich toll ausgearbeitet und auch sehr schlüssig. Ein Detail, das ich wirklich wundervoll fand, war der Podcast „Dear Patriarchy“, der zu jedem Kapitelanfang aufgetreten ist und oftmals sehr unterhaltsam war, aber oft auch sehr wichtige und ernste Themen behandelt hat. Bad At Love ist kein Buch für sehr sensible Leser*innen oder Leser*innen, die sich durch bestimmte Sachen schnell getriggered fühlen (ich möchte es jetzt nicht aufzählen, da man so gespoilert werden könnte), aber wenn ihr in der Lage seid, das Buch zu lesen, dann lest es bitte. Es behandelt wichtige Themen - Themen, die in unserer Gesellschaft oftmals einfach totgeschwiegen werden, da Opfer teils nicht ernstgenommen werden und ich finde es so großartig, dass das Buch sich mit so einem unglaublich wichtigen Thema befasst hat. Auch die Hilfehotlines am Ende des Buches waren wundervolle Details und zeigen auch, dass sich die Autorin über diese Theatik informiert hat. Die Geschichte war super emotional, ich musste an einigen Stellen weinen, lachen oder habe vor Angst die Luft angehalten. Ich habe mich in Eden und Azalée verliebt und bin so froh darüber, das Buch gelesen zu haben. Von mir bekommt das Buch 5+ ⭐️ von 5 ⭐️, ein absolutes Jahreshighlight!

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