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Marie Charlotte

Posted on 3.1.2021

Also...ja.. ich weiß nicht, wie ich diese kurze Rezension beginnen soll. Normalerweise kaufe ich keine Bücher rein nach dem Äußeren, allerdings hatte mich dieses Buch im letzten Jahr in der Buchhandlung einfach vom Cover her sehr angesprochen und als ich dann den Autorennamen, Håkan Nesser, las, wusste ich, dass ich dieses Buch haben will. Der Autor gehört zu einem der liebsten vom Vater meines Freundes und tatsächlich teilen wir größtenteils unseren Lesegeschmack. Das Buch war eingeschweißt und es existierte eigentlich kein Klappentext. Egal, es muss bestimmt gut sein, wenn V. diesen Autoren so gern liest! Also nahm ich es einfach "blind" mit. Zuhause angekommen, habe ich den Klappentext gelesen (den, der auf der inneren "Klappe" abgedruckt ist) und fand ihn sehr ansprechend. Nun habe ich dieses Buch eben beendet und bin sehr unschlüssig darüber. Ich habe durchaus schon einige Male "anspruchsvollere Literatur" gelesen, aber mit diesem Buch und mir war es sehr komisch... ich hangelte mich von Kapitel zu Kapitel und musste das Buch dann immer mal wieder zur Seite legen, bevor ich weiter las. An sich gefiel mir der Schreib- und Erzählstil durchaus ganz gut, aber es wurde zunehmend verworrender, spielte auf offenbar mehreren Zeitebenen bzw es wurden verschiedene Szenen nacheinander eingeblendet, jedoch ohne Zeitangabe (ohne einen Monat oder ein Jahr zu nennen oder wenigstens zu sagen, ob es vor oder nach der "Hauptgeschichte" spielt) und dadurch, dass der Autor auch selten Personennamen ausgeschrieben hat (und Städtenamen soweit ich weiß eigentlich gar nicht) war es doch sehr unübersichtlich; meiner Meinung nach... Dann zur "Hauptgeschichte": ich habe absolut keine Ahnung, was nun die Haupthandlung sein sollte, weil es sich anfühlte, als ginge es gar nicht hauptsächlich um das, was der Klappentext versprach. Es war beim Lesen eher das Gefühl wie beim Zwiebelschälen. Schicht um Schicht um Schicht gestaltete sich etwas Neues und entwickelte sich etwas Neues und das an sich gefiel mir gut, jedoch muss ich gestehen, dass ich bereits jetzt, ca 15 Minuten nach beenden des Buches, schon nicht mehr wirklich weiß, was eigentlich alles geschah. Es geschahen so viele einzelne Sequenzen, doch in diesen Sequenzen an sich geschah fast nie etwas außerordentlich spannendes. Manchmal plätscherte die Story einfach so vor sich hin. Davon, dass man Håkan Nesser ja eigentlich auch eher als Krimi-/Spannungsroman-Autoren kennt, habe ich auch eher wenig gemerkt, obwohl auch das zu meinen ursprünglichen Erwartungen gehörte. Dennoch war es alles andere als ein schlechtes Buch und mich würden durchaus auch weitere Werke von Nesser interessieren.

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