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renee

Posted on 29.12.2020

Amour fou Wow, was für ein intensives Buch! Dieses Buch holt eine Achterbahnfahrt an Gefühlen hervor, lässt Erinnerungen an das Feuer hochkommen, lässt mich lächeln und genießen. "An Liebe stirbst du nicht" lässt mich die Charaktere, ihr Handeln begreifen, aber auch anzweifeln. Manchmal denke ich "Was für ein Drama!", manchmal lässt mich dieses Buch/seine Handlung zweifeln, ein Zuviel verspüren. Aber, ich bin immer dabei!!! Vollkommen dabei!!! Irgendwie erwarte ich kein gutes Ende, denn am Rande lauert ein Grauen/ein Schmerz. Und als dieses Grauen/dieser Schmerz dann kommt, ist es dennoch überraschend und ungeheuer grauenhaft/schmerzhaft. Eine Obsession wird geschildert, eine Amour fou. Und wirklich keiner der Beteiligten kommt ungeschoren davon! Alle müssen bezahlen! Und dennoch gab es ein Feuer! Ein Feuer, dem Sie und Er erliegen, dem Sie und Er fast ausgeliefert erscheinen. Doch ist das wirklich so? Oder gibt es nicht doch eine Wahl? Oder sollte man eher fragen: Was ist man bereit zu geben, für ein Gefühl des Feuers, des Verbrennens? Sind diese Momente des Feuers nicht auch etwas Wunderbares und auch Essenzielles? Dieses Buch ist derartig intensiv geschrieben, es berührt mich tief und ich kann es definitiv empfehlen! Aber auch die Art des Geschriebenen fasziniert. Die Protagonisten haben keine Namen, werden nur in ihrer Funktion bezeichnet, sind damit auch austauschbar, Er und Sie, seine Frau und ihr Freund usw.. Fast allesamt sind es recht kurze und sehr prägnante Kapitel. Gerade diese Art des Buches gefällt mir ungemein. Denn dieses kurze, etwas reduziert Geschriebene passt in meinen Augen wunderbar zu diesem Gefühlsinferno, macht es noch deutlicher!

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