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Jessica

Posted on 21.12.2020

Inhalt: Die Police of Scotland wird zu einem ungewöhnlichen Fall gerufen, es wurden mehrere Leichen gefunden, bei denen es sich allerdings augenscheinlich um Mumien handelt. Deshalb wird zuerst in Richtung Diebstahl ermittelt, bis sich herausstellt, dass die Leichen nur präpariert wurden. Wir begleiten in dem Buch mehrere Polizeibeamte bei ihrer Arbeit, allen voran DC MacGregor. Dabei gestaltet sich besonders bei ihm der Alltag sehr schwierig, aufgrund mehrerer Probleme. Handlung: Allen voran möchte ich betonen, dass ich definitiv der Meinung bin, dass es sich mehr um einen Krimi als um einen Thriller handelt. Mag für manche keinen Unterschied machen für mich aber schon sehr. Die Polizeiarbeit steht sehr im Vordergrund wird aber immer wieder unterbrochen von Erzählungen aus der Perspektive des Mörders. An sich schlich die Handlung besonders die ersten 400 Seiten (man bedenke, dass das ein normales Buch sonst ist) vor sich hin und war sehr langsam und gestreckt erzählt. Es passiert nur sporadisch wirklich etwas Spannendes und die Handlung wird (augenscheinlich) nicht voran getrieben. Ohne jetzt groß zu spoilern kann ich aber sagen, dass vieles was am Anfang wie eine sinnlose Nebengeschichte klingt, später doch noch wichtiger werden könnte. Der Autor hat wirklich viele Einzelhandlungen zusammengeführt, besonders gegen Ende. Schreibstil: Ich finde der Schreibstil an sich, war in Ordnung. Es gab aber immer wieder Passagen, die verwirrend waren. Besonders bei den Perspektiven des Mörders hat man versucht alles zusammenzuführen, was nicht wirklich funktioniert hat. Ein- oder zweimal kam es bei der Printausgabe vor, dass die Absätze etwas blöd verrutscht waren, wodurch man nur schwer merken konnte, wen ein Perspektivenwechsel einsetzte. Fand man aber meist schnell von selbst wieder heraus. Charaktere: Callum: Callum ist wirklich so wie an manchen Stellen von DS MacAdams beschrieben: ein bescheidener Charakter mit nur wenig Oberfläche. Es wird zwar vorgestellt, dass er gerne liest, aber das war auch so ziemlich das Einzige, was man an seinem Charakter wirklich festmachen kann. Allein schon in Beziehung auf seine Freundin war ich mir bis zum Ende des Buches nie sicher, wie er wirklich zu ihr stand. Ich war z.B. von Anfang an verwirrt, ob er sich nun auf das gemeinsame Kind freut oder nicht. Franklin: Franklin war besonders am Anfang ein nerviger Charakter, weil sie auch sehr empfindlich war. Aber dafür war ihr Charakter standhaft und durch das Buch wenigstens konstant. MacAdams: Ein sehr interessanter Charakter mit außergewöhnlichen Ticks. Ich finde trotzdem man hätte mehr Hinweise geben können, um auf das Ende mehr vorzubereiten. Natürlich nur subtil, aber wenn man das Buch durchgeht im Kopf scheint es doch etwas abwegig. Fazit: Auch wenn ich absolut nicht mit der Bezeichnung "Thriller" übereinstimme und auch nicht von so tiefen Einblicken in die Polizeiarbeit begeistert war, gebe ich 4 Sterne, weil allein das Ende wirklich umhauend war. Ich fand die Zusammenführung der vielen Einzelgeschichten etwas unübersichtlich aber dennoch bin ich vollkommen mit der Lösung des Autors dazu zufrieden.

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