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Bianca

Posted on 13.12.2020

Inhalt Die Ehe von Andreas und Nicola Kantor ist in Routine erstarrt. Da bietet ihnen ein Freund überraschend an, den Winter in seinem Ferienhaus in Miramas-le-Vieux zu verbringen. Weihnachten in der Provence, nur sie beide … Bald finden sie sich in einem malerischen, halb vergessenen mittelalterlichen Ort wieder. Das Haus ist romantisch, die wenigen Nachbarn sind freundlich. Doch bereits in der ersten Nacht fällt Schnee in einer Landschaft, in der fast nie Schnee fällt. Langsam, aber unerbittlich wird Miramas-le-Vieux von der Außenwelt abgeschnitten. Als Andreas am Morgen allein aus dem eingeschneiten Haus tritt, entdeckt er ein eingestürztes Kellergewölbe und in dessen Trümmern: einen verfallenen Sarg mit einem Skelett darin. In Panik läuft er auf der Suche nach Hilfe durchs Dorf. Seltsamerweise reagiert niemand auf sein Rufen – bis er endlich auf Milène Tanguy stößt, eine Künstlerin, die Santons anfertigt, die provenzalischen Krippenfiguren. Gemeinsam eilen sie zurück zum Gewölbe. Doch der Tote ist spurlos verschwunden … Meinung Bei Weihnachtsbüchern bin ich dabei, bei Weihnachtskrimis noch viel mehr! Ich habe von Cay Rademacher schon ein paar seiner Provence-Krimis gelesen und war immer wieder darüber erstaunt, wie er es schafft, auf eine ganz besondere Art und Weise dafür zu sorgen, dass seine Figuren sich entwickeln. So war es auch in diesem Buch: Waren mit die Protagonisten zu Beginn noch etwas eingerostet, etwas fremd und beladen mit Klischees einer zerbrochenen Ehe, war ich überrascht, wie schnell ich sie dann doch in mein Herz geschlossen habe. Vor allem Nicola hatte Potenzial, das der Autor auch voll ausgeschöpft hat und mit ihr eine wirklich interessante Figur erschaffen hat. Die Handlung kommt erst einmal beinahe gemütlich daher und es dauert ein wenig, bis wirklich etwas passiert. Ich fand allerdings gerade diesen Einstieg sehr gelungen, auch wenn ich erst einmal etwas verunsichert war, wie sich das noch weiterentwickeln soll. Rückblickend hätte es anders aber nicht gepasst! Es wird dann doch wirklich spannend und vor allem mysteriös. Es ist vor allem ein Kriminalroman zum Miträtseln in einer geheimnisvollen, verschneiten und damit sehr winterlichen Umgebung. Es tauchen nur eine Handvoll Charaktere auf, was den Fall an sich noch ein Stück spannender macht – denn einer von Ihnen muss zwangläufig etwas mit dem Fall zu tun haben, und ich konnte es mir eigentlich bei keinem so richtig vorstellen. Deswegen war der Ausgang des Romans dann doch ziemlich überraschend für mich und vor allem sehr gelungen! Ein ganz kleiner Kritikpunkt besteht darin, das hier und da dann doch mit einigen Klischees jongliert wurde, was mich zwar nur marginal gestört hat und der Geschichte überhaupt keinen Abbruch getan hat, was ich aber auch nicht unerwähnt lassen möchte. Meiner Meinung nach hätte es das nämlich überhaupt nicht gebraucht! Fazit Sehr gelungener Kriminalroman in winterlich-weihnachtlicher Atmosphäre und viel Geheimnissen! 4 von 5 Buchherzen! ♥♥♥♥

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