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lesehase_

Posted on 12.12.2020

Schon das Cover ist ein Hingucker mit den bunten Farben, die auch perfekt das Setting New Orleans widerspiegeln. Ich habe mich in dieser Reihe etwas in die Stadt verliebt und möchte irgendwann mal dahin reisen, um mir alles selbst anzusehen, vor allem das French Quarter. Ich habe der Geschichte von Amory und Curtis hingegen gefiebert, seitdem man Curtis als Links Bandkollege kennen gelernt hat. Man spürte sofort, welche verletzte Seele dieser hat. Nun in seinem Band wollte ich ihn so oft in den Arm nehmen und trösten, weil er mir so Leid tat. Er leidet innerlich und weiß sich manchmal nicht anders zu helfen, als in den Alkohol zu entfliehen und/oder aus der Haut zu fahren. Dabei ist er in seinem Inneren ein so lieber Kerl, der für die Personen, die ihm am Herzen liegen, alles tun. Besonders konnte er mich auch mit seiner Leidenschaft für Musik beeindrucken, bei der aufblühen kann. Ich fand seinen, doch sehr steinigen, Weg sehr spannend und interessant. Seine Entwicklung innerhalb des Buches war beeindruckend, aber auch sehr realistisch, denn nichts wird überstürzt. Im Gegensatz zu Curtis hat Amory sich schon selbst gefunden und ist mit sich im reinen. Sie ist ein starke und selbstbewusste Powerfrau, die sich nicht verbiegen lässt. Es ist fasziniert, wie sie an allen verschiedenen Orten besteht: sei es an der Uni, bei ihrer Familie auf der Farm oder im bunten French Quarter. In meinen Augen ist sie insgesamt ein tolles Vorbild und eine loyale Freundin, die man sich auch im echten Leben wünschen würde. Ich finde es auch toll, wie sie Curtis unterstützt, auch wenn sie weiß, dass in seiner Verfassung keine zufriedene Liebesbeziehung mit ihm möglich ist. Deshalb kann ich auch verstehen, weshalb sie sich auf den eher langweiligen Richard einlässt, der das krasse Gegenteil von Curtis ist. Aber zu allen Zeiten merkt man die Anziehung zwischen Amory und Curtis und wie die beiden sich doch nacheinander sehnen. Nur in Amorys Nähe (und wenn er am Schlagzeug sitzt) fühlt sich Curtis frei und zufrieden. Auch wenn man sich nur wünscht, dass die beiden zusammen glücklich sind, ist es realistisch dargestellt, dass sie es eben (noch) nicht sein können. Ich liebe es, wenn auch in Büchern die Liebe nicht alles heilen kann, wie z.B. Curtis‘ Seelenheil. Insgesamt gefallen mir die beiden immer zusammen, auch wenn sie „nur“ Mitbewohner sind, da sie sich blind verstehen und alles für den anderen tun würden. Es ist eine realistische und erwachsene Liebesgeschichte, die mich auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt hat. Alles in allem liebe ich das ganze Buch, sowie die ganze Reihe. Das Setting New Orleans hat mich in seinen Bann gezogen, da Kathinka Engel die Atmosphäre so toll beschreibt. Der Schreibstil ist sehr bildlich und gefühlsnah. Es ist schade, dass es keinen weiteren Teil gibt, denn alle Charaktere sind mir so ans Herz gewachsen und ich würde gerne, die weitere Karriere von „After Hours“, die Band von Curtis, Jasper, Bonnie, Link und Sal, verfolgen. FAZIT: 4,5/5⭐️ Ein grandioser Abschluss einer tollen Reihe, die ich nur jedem ans Herz legen kann

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